Ahlenerin hütet argentinische Gemeinde
Mit ihrem Bruder Robert geht Elisabeth Cubick, wenn sie von Argentinien aus auf Heimaturlaub in Ahlen weilt, gerne durch den Garten des heimischen Bauernhofes Im Seebrock. Bild: Voss-Loermann 

1961 reiste Elisabeth Cubick als junge Frau erstmals nach Argentinien, wo sie die spanische Sprache lernte und anschließend als Lehrerin arbeitete. Damals blieb sie 16 Jahre dort. Sie lernte Pfarrer Jose Czerepak kennen und unterstützte dieses in seinem Bemühen um die Menschen in dem südamerikanischen Land, in dem damals eine Militärdiktatur herrschte.

 „Es ging alles drunter und drüber“, erinnert sich die engagierte Frau, die sich in den 20 Jahren von 1977 und 1997, die sie wieder in Ahlen war, beim Caritasverband und auch sonst um spanisch sprechende Menschen kümmerte. Heute lebt Elisabeth Cubick auch nach dem Tod von Jose Czerepak im Dezember 2011 auf Bitten des dortigen Bischofs Damian Santiago Bitar in dem Gemeindezentrum und kümmert sich um die Belange der Menschen und der Gemeinde.

 „Wenn ein neuer Pfarrer kommt, werde ich sofort dort weggehen. Aber bislang ist niemand gekommen“, sagt sie. „Man muss sich immer ein bisschen von der göttlichen Vorsehung schieben lassen“, ist Elisabeth Cubick überzeugt, aber so lange sie sich noch bewegen könne, sagt die agile Frau, wolle sie sich einbringen in Südamerika. „Wir haben die dortige Kirche verschönert, den Pfarrsaal renoviert, denn es finden dort regelmäßige Treffen der Gemeindemitglieder statt“, sagt sie.

Früher habe es regelmäßige Kontakte nach Ahlen und Dolberg gegeben, erinnert sich Elisabeth Cubick. Jose Czerepak sei oft im Sommer in Ahlen gewesen und habe Urlaubsvertretungen in den Gemeinden gemacht. Dolberger Kolpingbrüder und -schwestern waren sogar in Argentinien. Nach dem Tod von Czerepak sei das etwas eingeschlafen. Dennoch denkt die Wahlargentinierin darüber nach, die Kontakte bei ihrem derzeitigen Aufenthalt wieder aufzufrischen. Auch sei sie stark interessiert an dem Projekt Weltkirche, für das der Ahlener Pfarrer Dr. Ludger Kaulig stehe, erzählt sie. „Ich will ihn noch einmal nach Argentinien einladen“, so ihr Plan. Einladen möchte sie auch junge Leute, die einen Blick über den Tellerrand wagen wollen. Platz zum Wohnen gebe es bei ihr und beim Bischof.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Montag-Ausgabe des Ahlener Tageblatts.

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