Ahlens Sekundarschule ist Talentschule
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Am landesweiten Schulversuch „Talentschule“ nimmt die Sekundarschule Ahlen ab kommendem Schuljahr teil.
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Leer im jetzt abgeschlossenen Verfahren gingen die Fritz-Winter-Gesamtschule, das Städtische Gymnasium und die Overbergschule aus.

An der Talentschule werde nun „die Entkopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft exemplarisch erprobt“, schreibt Gebauer. Um erfolgreich zu sein, erhalte die Sekundarschule vom Land zusätzliche Ressourcen und Unterstützungsangebote. Die Schulministerin dankt der Stadt Ahlen, dass sie sich als Schulträger bereiterklärt habe, die Sekundarschule zusätzlich und in besonderer Weise zu unterstützen, um die Bildungschancen der Schüler im Rahmen des Schulversuchs des Landes nachhaltig zu verbessern. Die Erkenntnisse und Erfolge dieses Schulversuchs sollten „dabei langfristig allen Schulen in unserem Lande zu Gute kommen“.

Leer ausgegangene Schulen können sich erneut bewerben

Die Schulen, die in dem jetzt abgeschlossenen Auswahlverfahren nicht erfolgreich gewesen sind, können sich für eine Aufnahme zur zweiten Startphase des Schulversuchs im Schuljahr 2020/2021 erneut bewerben.

Bürgermeister Dr. Berger beglückwünschte die kommissarische Leiterin der Sekundarschule zu ihrem Erfolg. „Darin sehe ich auch die Anerkennung des Landes für gute konzeptionelle Arbeit, die an der Schule geleistet wird“, so Dr. Berger im Gespräch mit Elisabeth Beier. Hieran könne mit der Ernennung zur Talentschule und den damit verbundenen Förderungen nahtlos angeschlossen werden.

Projekt bei Umwandlung in Gesamtschule ungefährdet

Das Ministerium für Schule und Bildung werde sich zeitnah mit Informationen an die Stadt wenden, wie die weiteren Schritte des Schulversuchs umgesetzt werden. Sollte die Sekundarschule in absehbarer Zeit zur Gesamtschule werden, hätte dies auf den Status als Talentschule keinen Einfluss. „Talentschule können beide Schulformen sein“, verwies Dr. Berger auf die Regularien des Schulversuchs.

„Wir freuen uns so“, reagierte eine glückliche Elisabeth Beier im Namen der ganzen Schulgemeinde. Die verbesserte Ressourcenausstattung werde es erlauben, den Schwerpunkt Kultur weiter zu vertiefen. Die Sekundarschule gehe dabei von einem umfassenden Kulturbegriff aus. „Das meint auch die Kultur, wie wir miteinander umgehen“, sagte Beier. Zusätzliche Lehrerstellen könnten gut gebraucht werden, um beispielsweise weiter an der Kultur gewaltfreier Kommunikation zu arbeiten.

Mehr im „AT“ vom 2. Februar.

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