Alarmglocken müssen angehen
Bild: Wittmann
Im Schatten der Ahlener Moschee an der Rottmannstraße waren Mitglieder des Boxclubs „Osmanen Germania“ am 21. Januar von der Polizei überprüft worden.
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Der Club gilt als hochgefährlich, außerdem wird ihm eine Unterstützung durch die türkische Regierungspartei AKP nachgesagt. „Wenn die in Ahlen auftreten, müssten bei uns allen die Alarmglocken angehen“, sagte Ferit Atac in der Aussprache zu dem Tagesordnungspunkt. Die rockerähnliche Gruppierung, die sich selbst auch als „Boxclub“ bezeichnet, sei in Drogenhandel, Prostitution und andere Organisierte Kriminalität verstrickt. „Das sind rechte Türken, die gegen Menschen hetzen, und das sollte uns einen Blick wert sein“, so Atac.

Auch Nazim Güler warnte vor kriminellen Folgen. Zwar gebe es in Ahlen nicht viele Mitglieder, der Anführer sei jedoch ein Ahlener, hieß es in der Sitzung. Tanja Lehmann (CDU) warnte davor, wegen des Auftritts der Osmanen in Panik zu verfallen. Sie wolle keinesfalls etwas herunterspielen, aber die Gruppe sei polizeilich kontrolliert worden, und es seien keine schweren Waffen gefunden worden. Bernhard Meiwes (SPD) mahnte an, auch in türkischen Organisationen und Moscheen vor den als rechts geltenden Türken zu warnen. „Wir wollen hier schließlich keine Neonazis haben“, lautete der Tenor in der Sitzung.

Rocio Siekaup beklagte, man habe im Vorfeld nichts von dem geplanten Treffen gewusst, während man bei AfD-Auftritten gewarnt gewesen sei und daher einen Gegendemonstration habe organisieren können.

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