An der Türklingel führt kein Weg vorbei
Jeder Kursleiter der Volkshochschule hat es schriftlich: So sind die hygienischen Regeln, die im Unterricht befolgt zu werden haben. Nadine Köttendorf zeigt‘s.

Dieser Donnerstag ist Stichtag: Nach langen Wochen der coronabedingten Zwangspause öffnet die Volkshochschule (VHS) ihre Türen wieder. „Zwar zunächst eingeschränkt und in einer Art Einbahnstraßensystem, doch es geht weiter“, freut sich Leiterin Nadine Köttendorf.

Auch das Kursangebot ist noch weit von dem Stand vor der Corona-Pandemie entfernt. Ebenso ist die Zahl der Kursteilnehmer durch die Abstandsregelungen sehr begrenzt.

„Wir haben die Kursräume so hergerichtet, dass wir ohne Flatterbandabsperrungen auskommen“, erklärt Nadine Köttendorf. Denn ihr ist die möglichst normale Atmosphäre, so weit umsetzbar, wichtig. So ist allerdings die „Einbahnregelung“ unumgänglich. „Die Haupttür bleibt geschlossen, wer rein will, muss läuten“, betont die Chefin.

So müssen die Besucher einen Meldezettel ausfüllen, um nötigenfalls im Infektionsfall eine Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Mundschutz ist obligatorisch und die Bewegungen sind hier eingeschränkt. Der Ausgang ist der Seiteneingang. „Damit können wir Begegnungen weitgehend vermeiden“, führt Köttendorf aus.

Wie die Bewegungen, so sind auch die Kurse eingeschränkt. „Es laufen Sprach- und Kreativkurse, Sportkurse und Einzelveranstaltungen wie Vorträge sind erstmal nicht vorgesehen“, hebt Leiterin Köttendorf hervor. Auch Exkursionen sind nicht im Plan. Doch versichert die Leiterin, dass ausgefallene Kurse nachgeholt werden. „Das kann allerdings bis in die Sommerferien gehen“, gibt sie zu bedenken.

So waren die vergangen Tage recht arbeitsreich für die Mannschaft der Volkshochschule. Denn die Teammitgliede mussten immer wieder sehr kurzfristig auf Änderungen reagieren und dabei das Alte Rathaus coronatauglich umrüsten. „Zum Glück waren wir in den wichtigsten Hygienemaßnahmen schon vorher gut aufgestellt“, zeigt Nadine Köttendorf. Denn Desinfektionsmittelspender und ähnliches waren bereits ausreichend vorhanden. Jetzt wünscht sich die VHS-Chefin vor allem, dass sich die Menschen verantwortungs- und rücksichtsvoll verhalten.

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