Anerkennung weit über Ahlen hinaus
Bild: Voss-Loermann
Ein eindrucksvolles Bild auf der Bühne der Stadthalle Ahlen gaben 30 ehemalige und aktuelle Gesamtschüler der Jahre 1988 bis 2018 ab.
Bild: Voss-Loermann

Alle Beteiligten trugen je einen weißen Luftballon und boten auf der Bühne einen eindrucksvollen Anblick. Moderatorin Andrea Jaunich interviewte einzelne Schüler und ließ so ein buntes Bild von einer Schule der Vielfalt entstehen.

Zu Wort kam auch Sängerin Sarah Rensing, die mit ihrer eindrucksvollen Interpretation von „Happy“ die Stadthalle zum ersten Mal zum Kochen brachte. Überhaupt war die Stimmung ausgezeichnet, denn die Besucher ließen das Geburtstagskind hochleben und bescheinigten der Schule immer wieder, welch einzigartige Atmosphäre dort herrsche. Unter den Gästen waren außer vielen ehemaligen Schülern, Lehrern und Eltern auch die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD) und Henning Rehbaum (CDU).

Reinhardt Böhm, Initiator der Gesamtschulgründung, Gründungsbürgermeister Horst Jaunich, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Dezernent Klaus Pläger von der Bezirksregierung und der ehemalige Schulleiter Frank Strasen kamen gemeinsam mit Schüler- und Elternvertretern in drei Gesprächsrunden zu Wort, die Gesamtschulchef Alois Brinkkötter leitete.

Der erste Durchgang hatte die Anfangsjahre der Schule zum Thema. Dort erinnerte Reinhardt Böhm an die politischen Widrigkeiten der Gründungsphase, und auch die Schülerin der ersten Stunde und heutige Sekundarschullehrerin Juliane Knauer-Neumann, deren Mutter Sabine Knauer bis zu ihrem Ruhestand an der Schule unterrichtete, berichtete von einem Demonstrationszug vor das Büro der CDU, die die Gesamtschule zu verhindern gesucht hatte. Dass das alles nun seit langem Vergangenheit sei, die Schule heute einen guten Stand habe und über Ahlens Grenzen hinaus Anerkennung finde, waren versöhnliche Worte von Alois Brinkkötter, der seit 15 Jahren an der Spitze des Kollegiums steht.

Und auch die Elternschaft der ersten Stunde kam mit Heike Dissel-Arrenberg und Ulrich Bomba zu Wort. Die Eltern hätten stets eine große Rolle bei Entscheidungen zugunsten der Kinder gespielt, und sie habe so manche Nacht von der Gesamtschule geträumt, so Dissel-Arrenberg.

Mehr im „AT“ vom 24. September.

SOCIAL BOOKMARKS