Angekommen in der Riege der Besten
Bild: BIV Steinmetze
Der Ahlener Steinmetzmeister Andreas Magera hat beim bundesweiten Grabmalwettbewerb „Grabgestaltung und Denkmal“ für seine drei Beiträge zwei Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen. Das Bild zeigt (v. l.) Hermann Rudolph, stellvertretender Bundesinnungsmeister, Andreas Magera mit Sohn Eric und Rainer Berger, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft mbH, bei der Preisverleihung am Samstag.
Bild: BIV Steinmetze

Ausrichter des Wettstreits waren der Bundesverband Deutscher Steinmetze, der Bund der Friedhofsgärtner und der Zweckverband Buga 2015 Havelregion. „Das fühlt sich noch etwas irreal an“, sagt Magera, der am Samstag mit seiner Frau Saskia und Sohn Eric (3) bei der Preisverleihung in der Havelregion gewesen ist.

Im März waren seine Arbeiten – ein Anröchter Sandstein, ein Naturstein und ein Herdecker Ruhrsandstein – zur Buga gebracht worden (das „AT“ berichtete). Den Bescheid, dass Magera gleich drei Medaillen gewonnen hat, hatte der Steinmetzmeister im April im Briefkasten. „Die Aufregung war groß, als ich den Umschlag öffnete“, sagt Magera.

Noch größer war die Freude über die Auszeichnung, die für ihn unerwartet gekommen sei – schließlich gehörten zahlreiche Vorbilder des Ahleners wie Uwe Spiekermann und Wolfgang Jakob zu den Mitbewerbern. Gerade von Jakob hält Magera viel. „Er hat das Handwerk gestalterisch geprägt“, sagt er über den Gundelfinger. Auffällig sei die Dichte an Teilnehmern gewesen, deren Väter auch schon Preise beim Wettbewerb gewonnen hätten.

Im Vorfeld der Preisverleihung konnten sich die Sieger und deren Familien die Ausstellung der Grabmale auf den Gräbern, die von Friedhofsgärtnern bepflanzt worden waren, genauso betrachten wie die übrigen Buga-Besucher. Auf seinen Lorbeeren ausruhen will sich Magera nicht. „Bei solchen Wettbewerben lernt man ungeheuer viel“, sagte er. „Man wagt den Sprung ins kalte Wasser, kann Grenzen ausloten und präsentiert seine Steine einer breiten Öffentlichkeit.“

Die Anerkennung bedeutet Magera viel. „Ich bin erst seit 2009 Steinmetzmeister. Hätte es keine Medaille gegeben, hätte ich das sportlich gesehen“, sagt er. „Das war ein Schritt in die Richtung, solche Arbeiten öfter zu machen und zu zeigen, was im Bereich der Grabmalgestaltung möglich ist. Es wäre schön, wenn ich auf dieser Welle weiterhin mitschwimmen kann.“

Mehr im „AT“ vom 19. Juni!

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