Ansturm bei Lesung über Willi Stroband
Bild: Lohmann
Das Buch „Pastor Willi Stroband – Pfarrer auf Augenhöhe“ stellten Pfarrer Willi Stroband und Ilse Blomberg am Sonntag in der Familienbildungsstätte Ahlen vor.
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„Wir sind überrannt worden von diesem Zuspruch“, stellte Hausherr Lars Koenig mit Blick auf die rund 200 Gäste fest und entschuldigte sich zugleich für die widrigen Umstände. Einige Besucher traten wegen Platzmangels schon vor Veranstaltungsbeginn den Heimweg an.

Autorin Ilse Blomberg gab zunächst einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches. Demnach sei die Veröffentlichung der Literatur schon in Gefahr gewesen, als das Projekt noch in den Kinderschuhen gesteckt habe. „Die erste E-Mail an den Verlag landete im Spam-Ordner“, berichtete die pensionierte Grundschullehrerin im Beisein von Frank Krümmer, Geschäftsführer des Anno-Verlags. Schließlich habe es das Buch innerhalb eines halben Jahres zur Druckreife geschafft.

Schalke-Star als Beispiel für Jesu Berühmtheit

Einen besonderen Wert legte die Schriftstellerin auf die Tatsache, dass der Druck der Bücher in Ahlen erfolgt ist. Gemeinsam las Blomberg mit Pfarrer Willi Stroband eine Passage vor, in der die Autorin ihre Beobachtungen zu einer von Stroband angeführten Prozession an Palmsonntag beschrieb. In humorvoller Weise wurde deutlich, wie der katholische Geistliche jungen Menschen das Verständnis für Kirche näher brachte. Um zu verdeutlichen, wie die Menschen einst Jesus verehrten, habe Stroband Parallelen zum ehemaligen Schalke-Fußballer Kevin Kuranyi gezogen. „Und wenn er Euch die Hand gibt, dann wollt Ihr die Hand gar nicht mehr waschen. Das ist eben etwas ganz Besonderes“, zitierte Stroband sich selbst, wie er den Kindern die Popularität von Jesus schilderte.

Die Arbeit mit Stroband sei von gegenseitiger Akzeptanz geprägt gewesen, sagte Blomberg. Die Dokumentation, wie die Autorin ihr Werk beschrieb, sei eine Fortsetzung ihrer Arbeit mit Begegnungsgeschichten. Zur Freude von Stroband gestaltete Winfried Appel die Veranstaltung musikalisch und berücksichtige seine Begeisterung für Filme. So spielte er Melodien aus dem Filmdrama „Dr. Schiwago“ oder Strobands Lieblings-Spaghetti-Western „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Mehr im „AT“ vom 27. November.

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