Aramäer wünschen sich Gemeindezentrum
Bild: Aulbur
In dieser Konstellation geht der Vorstand der syrisch-orthodoxen Gemeinde St. Georg Ahlen in die nächsten zwei Jahre: (hinten, v. l.) Edip Jakob, Shabo Hanna (Religionslehrer), Bischar Jakob (Bauausschuss), Gabriel Cosut, Ivan Üre, (Schriftführer), Semun Ünal, (Gemeindeschlichtungsausschuss) und Sami Sasmaz (zweiter Kassenwart) sowie (vorn, v. l.) Aziz Ünasi (zweiter Vorsitzender), Jakob Dakin (erster Vorsitzender), Murat Sari (erster Kassenwart) und Aydin Ahgül (Verwaltung). Zum Vorstand gehören außerdem Gabriel Isleh (Bauausschuss) und Daniel Christ (Jugendausschuss)
Bild: Aulbur

Auf den Zuwachs jüngerer Menschen habe man Wert gelegt, da ein wesentlicher Fokus der kommenden Projekte auf der Jugendarbeit liege, sagte Vorsitzender Jakob Dakin.

Stärkung des kulturellen Lebens

Ziel sei, einen Ort für den gemeinschaftlichen Austausch für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen und die Gemeinde zusammenzubringen. Dafür habe man auch schon im alten Vorstand in den vergangenen Jahren immer wieder für eine eigene Kirche mit Gemeindezentrum gekämpft, in dem sich das kulturelle Leben zukünftig abspielen soll.

Um Jugendprojekte aufrecht zu halten, sei ein Gemeindezentrum unablässig. „Wir haben eine große Jugendfußballabteilung. Und Fußballmannschaften brauchen ein Clubheim, in dem sie sich austauschen können“, sagte Dakin.

„Sprache das einzige“, das geblieben sei

Die aramäische Schule benötige einen Ort, an dem besser gelernt werden könne, um die aramäische Sprache als identitätsstiftendes Element im Leben der Gemeinde zu erhalten. „Wir haben kein Land, und das einzige, das uns geblieben ist, auch 2000 Jahre nach Christus, ist die Sprache“, hob Edip Jakob die Wichtigkeit eines Ortes hervor, an dem von der Sprache aktiv Gebrauch gemacht werde. „Wir fordern nichts Außergewöhnliches von der Stadt, sondern etwas ganz Selbstverständliches für eine Gemeinde“, ergänzte Dakin.

Bürgerversammlung am 19. Dezember 2019

Um allen Aktivitäten und dem kulturellen sowie geistlichen Leben Raum zu schaffen, bitte man nun die Stadt, bald die Baugenehmigung zu erteilen. Der nächste Schritt in der Planung des Gemeindekomplexes wird am 19. Dezember in einer Bürgerversammlung gemacht.

Mehr im „AT“ vom 3. Dezember 2019.

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