Arbeitsreiche Nacht für Kameraden
Bild: Kinder
Durch Feuerwerkskörper in Brand geraten ist an Silvester vor einigen Jahren eine Scheune in Dolberg. Walter Wolf, Leiter der Feuerwehr in Ahlen, zeigt Bilder des Einsatzes. Silvester haben er und seine Kameraden alle Hände voll zu tun.
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In Ahlen ist die Hauptwache am Konrad-Adenauer-Ring mit einem Team von zehn Einsatzkräften, einem Notarzt und einer Führungskraft besetzt. Weitere hauptberufliche Kameraden können im Ernstfall dazugerufen werden. Ein dickes Lob spricht der Wehrführer Walter Wolf zudem den ehrenamtlichen Kräften der vier Standorte in der Wersestadt aus, die an Silvester in Bereitschaft sind.

„Mit fortschreitender Stunde haben wir mehr Einsätze“, bilanziert Wolf. Während es in den frühen Abendstunden ruhig sei, hätten die Einsatzkräfte zwischen Mitternacht und drei Uhr an Neujahr erfahrungsgemäß alle Hände voll zu tun. „Eine kleine Gruppe schafft es meist noch, um 0 Uhr anzustoßen“, sagt der Wehrführer – alkoholfrei natürlich. Spätestens danach müssten sie aber ausrücken. Zu welchen Einsätzen werden sie gerufen? „Das ist unter anderem witterungsabhängig. Ist gutes Wetter, bleiben die Menschen länger draußen, und es passiert auch mehr“, erklärt der 55-Jährige.

Nicht zugelassene Böller können sehr gefährlich sein

„Die Menschen werden mutiger, wenn sie etwas getrunken haben“, sagt Wolf mit Blick auf den Alkoholkonsum. Manche würden aggressiv und prügelten sich, andere zögen sich Schnittverletzungen durch zerbrochene Glasflaschen zu, weil sie beispielsweise stürzten. „Nicht zugelassene Böller können zudem gefährlich sein. Nicht selten passieren damit Brandverletzungen“, warnt er.

Auch nicht sachgemäßes Abbrennen von Raketen und Knallern kann Ursache dafür sein. Ein weiteres Problem stellen laut Wolf die Feuerwerkskörper dar, die nicht ganz ausgebrannt sind und in Gebäuden landen. So etwa geschehen vor einigen Jahren in Dolberg. Dort brannte Silvester eine Scheune nieder. Böller in Mülleimern oder Briefkästen könnten ebenso gefährlich sein und umstehende Bauten in Brand setzen.

Feuerwerk in der Wohnung gezündet

„Die Knallerei führt manchmal zu Unnötigem“, fasst Wolf zusammen, wie ein Fall aus der Vergangenheit zeigt. „Wir wurden Silvester gegen 18 Uhr zu einem Wohnungsbrand gerufen. Wie sich herausstellte, hatten die Bewohner das Feuerwerk, das eigentlich für draußen gedacht war, in der Wohnung gezündet.“ Es käme auch vor, dass stark alkoholisierte Personen nicht mehr nach Hause fänden.

Auch wenn viel zu tun sei, gehöre Silvester dennoch dazu: „Wir wünschen allen Ahlenern einen friedlichen und gesunden Jahreswechsel und viel Spaß beim Feiern“, sagt Walter Wolf.

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