Architekt muss Stellplätze „nachliefern“
Gerber Architekten
Der Siegerentwurf von Prof. Eckhard Gerber für das neue Stadthaus soll zur Ausführung kommen. Der Vertrag zwischen der Stadt und dem renommierten Dortmunder Architekten ist unterzeichnet.
Gerber Architekten

Inzwischen steht fest, nachdem Mitte März, wie in einem solchen Verfahren üblich, Verhandlungsgespräche auch mit den beiden Drittplatzierten des Realisierungswettbewerbs geführt wurden, dass der Siegerentwurf des Dortmunder Büros Gerber Architekten zur Ausführung kommen soll. „Der Vertrag ist unterzeichnet“, gab Schmeing bekannt. Prof. Eckhard Gerber kann somit in die konkrete Objektplanung einsteigen. Weitere Fachplanungsleistungen, die technische Ausrüstung, den Brandschutz oder die Untersuchung des Baugrunds betreffend, seien entweder ausgeschrieben oder zum Teil auch schon vergeben worden, teilte der ZGM-Leiter mit: „Wir sind dabei, das Team zusammenzustellen, das die Stadt bei diesem Projekt begleiten wird.“

In ein „Kick-off-Gespräch“ mit den bisher feststehenden Fachplanern und dem Architekten über das weitere Vorgehen wollte Schmeing am Mittwoch all die Fragen mitnehmen, die in den zurückliegenden Wochen von Seiten der Kommunalpolitik, sei es in Fraktions- oder in Ausschusssitzungen, aufgeworfen wurden. Zum Beispiel die nach der Reinigung der Fassade. Wie kann eine fortwährende Verschmutzung durch Moosbildung oder Vogelkot verhindert werden? „Wir wollen kein Paradies für Tauben schaffen“, erklärte Schmeing.

Ein weiterer Punkt: Nicht konkret ausgeführt hatte Prof. Gerber in seinem Wettbewerbsbeitrag, wie das Eingangsfoyer des Stadthauses aussehen soll. „Hier wünschen wir uns eine 3D-Visualisierung, damit wir uns das besser vorstellen können“, erläuterte Schmeing. Und auch das Thema Parkraum werde weiter zu bearbeiten sein. Da müsse der Architekt „nachliefern“. Statt der in den Auslobungsunterlagen geforderten 170 Stellplätze sehen Gerbers Pläne für die Außenflächen bisher nur 70 vor. Das hatte auch das Preisgericht bereits kritisch angemerkt.

Bis Ende August soll die Vorplanung weitgehend abgeschlossen sein, damit bis Ende September der Förderantrag beim Land gestellt werden kann, teilte Florian Schmeing zum weiteren Ablauf mit. Er sei „relativ optimistisch“, dass der Zeitplan eingehalten werden könne. Baubeginn auf dem heutigen Rathausparkplatz an der Westenmauer soll demnach im September 2022 sein. Als Termin für die Fertigstellung steht der 5. August 2024 im Kalender. Nach erfolgter Bauabnahme könnte der Neubau im Januar 2025 an den Bauherrn, sprich die Stadt Ahlen, übergeben werden.

von Peter Harke

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