Auch Schwägerin belastet Ahlener schwer
Ein Mann aus Ahlen muss sich wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten.

 Die 46-jährige Zeugin weinte und zitterte am ganzen Körper, immer wieder versagte ihr die Stimme. „Ich möchte endlich alles sagen“, erklärte sie den Richtern.

Denn auch sie sei vom Angeklagten bedrängt und beinahe vergewaltigt worden. Es war Ende der 1980er-Jahre, die Zeugin war schon verheiratet. „Er kam zu Besuch, mein Mann war arbeiten“, sagte sie den Richtern. „Ich habe ihn reingelassen und mir nichts dabei gedacht.“

Doch dann habe ihr Schwager plötzlich nackt im Wohnzimmer gestanden. Sie habe sich gerade noch losreißen und flüchten können. „Er wollte mich vergewaltigen“, sagte die Zeugin, die damals Anfang 20 war. Doch niemand habe ihr geglaubt.

Das Gericht hat dem Angeklagten gestern signalisiert, dass ein Freispruch wohl kaum zu erwarten sei. „Dass die Vorwürfe alle nicht stimmen – das kann doch nicht sein“, hieß es im Prozess.

Nächster Verhandlungstag ist am Dienstag, 28. Februar, vor dem Landgericht. Dann soll möglicherweise auch das Urteil gesprochen werden. Sollte der Ahlener ohne Geständnis schuldig gesprochen werden, droht ihm Gefängnis.

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