Aufbruchstimmung trotz LGS-Absage
Bild: Jotzeit
Lassen den Kopf nicht hängen und wollen sofort durchstarten: (v. l.) Frank Merschhaus, Peter Schmidt, Benedikt Ruhmöller, Mattias Bartmann und Christian Kruthoff.
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„Wir wären heute Morgen lieber in Düsseldorf“, gestand Bürgermeister Benedikt Ruhmöller am Mittwochvormittag im Rathaus offen ein, während zeitgleich Landesumweltminister Johannes Remmel im Landtag offiziell das Ergebnis verkündete.

Vorgewarnt worden war Ruhmöller bereits am Dienstagabend durch den Minister höchstselbst. „Er machte keinen glücklichen Eindruck, als er um 21.38 Uhr anrief“, sagte der Verwaltungschef. Schließlich habe Remmel noch drei anderen Bürgermeistern eine Absage erteilen müssen. Bis zuletzt habe er wie die meisten Ahlener gehofft, so Ruhmöller, dass Ahlen den Zuschlag bekomme. Die Absage sei daher schon traurig.

Dennoch gab er sich kämpferisch: „Wir lassen den Kopf nicht hängen.“ Auch ohne Landesgartenschau werde das Projekt „Ahlener Trialog“ in Angriff genommen. „Die Umsetzung wird nur etwas länger dauern“, sagte er. Doch das gelungene Stadtentwicklungskonzept werde weiter verfolgt. Immerhin hätten die Bürger mit großer Begeisterung die Ideen unterstützt. „Die Ahlener wollen das Wegedreieck entlang von Olfe, Werse und Zechenbahn“, unterstrich Ruhmöller. Das sei bei der Bereisung der Jury deutlich geworden. „An die 8000 Menschen waren da auf den Beinen.“

Bürgerschaftliches Engagement hat Wir-Gefühl gestärkt

Daher solle sich niemand als Verlierer fühlen. Die Teilnahme am Wettbewerb und das bürgerschaftliche Engagement allein hätten dazu beigetragen, das Wir-Gefühl in Ahlen zu stärken.

Hoffnung setzt Ruhmöller auf die Landesregierung. So habe Minister Remmel die aufwändigen Konzepte der Städte, die nicht berücksichtigt worden seien, gelobt. Die Pläne enthielten viele gute Ideen, die nicht verloren gehen dürften. Darüber hinaus habe das Städtebauministerium Unterstützung in Aussicht gestellt.

Festhalten an dem Konzept will die Verwaltung auf jeden Fall. Mit politischer Absegnung soll daraus ein verbindlicher Masterplan entwickelt werden, der nach und nach realisiert wird. Der bereits geplante Ausbau der ehemaligen Zechentrasse zum Fuß- und Radweg sei ein erster Schritt, Veränderungen in öffentlichen Parks könnten folgen. Einen neuen Arbeitstitel steuerte Christian Kruthoff (Stadtverwaltung) bei: „Ahlen im Trialog – jetzt erst recht.“

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