Aufklärung findet unter Mikroskop statt
Bild: Knöpker
Er zog die Blicke der Besucher an: der Polizeioldtimer aus dem Jahr 1960, ein alter VW-Käfer, ausgeliehen von den Kollegen aus Münster.
Bild: Knöpker

Vor kurzer Zeit waren die Sammelzelle, zwei Ausnüchterungszellen und eine Haftzelle für eine halbe Million Euro mit einem hohen Qualitätsstandard gebaut worden. „Unser Ziel ist es, die Arbeit der Polizei transparent zu machen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen“, sagte Dr. Gericke. Dies stärke die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Drei Stunden Zeit nahm sich der Landrat für den Rundgang und führte dabei zahlreiche Gespräche mit den Beamten. Im Laufe des Nachmittags kamen trotz des unbeständigen Wetters hunderte von Besuchern zur Wache am Südberg. Sowohl draußen als auch drinnen lockten die Organisatoren mit Aktionen.

Polizeibeamte standen stets freundlich für Informationen bereit. Sie verdeutlichten die Vielfältigkeit der Aufgaben einmal mehr: Einsatzfahrzeuge, Geschwindigkeitsmessgeräte, Kriminaltechnik und kriminaltechnische Prävention standen im Fokus der Präsentationen.

Kooperationspartner wie die Verkehrswacht Warendorf und Dortmund, die Notfallseelsorge des Kreises Warendorf und der Opfer-Hilfe-Verein Weißer Ring standen ebenfalls Rede und Antwort. Der Verein Horizonte bot Fahrrad-Codierungen an.

Kinder hatten großen Spaß daran, das Blaulicht in den Fahrzeugen oder die Lautsprecheranlage zu betätigen oder sich die Aufführungen der Puppenbühne und Hundestaffel anzusehen. Wer wollte, konnte seinen Fingerabdruck abgeben und sich über die neuesten Methoden der Einbruchsicherung informieren.

„Wir ziehen alle an einem Strang“, stellte Polizeihauptkommissar Andreas Schröder vor, wie mit Hilfe qualifizierter Handwerksbetriebe Haus und Wohnung geschützt werden können. 474 Einbrüche allein im vergangenen Jahr machten deutlich, dass sich Prävention lohne.

Neue Methoden, die zur Ermittlung bei Unfallflucht führen, stellten Beamte vor. „Unfallflucht wird heute unter dem Mikroskop geklärt“, zeigten sie die Arbeit mit Spurensicherungsfolie. So könne auch erkannt werden, ob ein Eigenverschulden vorliegt.

Interessant waren auch die Vorstellung des Lasergeräts zur Geschwindigkeitsmessung und das neue Fahrzeug zur Spurensicherung.

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