Aufwertung für den Sidney-Hinds-Park
Bild: Lange
Der Bergmann hat, wie man meinen könnte, den Sidney-Hinds-Park gegenüber dem Ahlener Bahnhof im Blick. Die Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte aufgehübscht werden.
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Kritik kam während der Sitzung aus den Reihen der SPD. So monierte Karl-Heinz Meiwes, dass Argumente des Stadtplanungs- und Bauausschusses nicht berücksichtigt worden seien. „Dann hätte man sich die ganze Diskussion auch sparen können“, meinte er und erinnerte unter anderem an den Wunsch nach weiteren als den geplanten Sitzgelegenheiten.

Maßnahme kostet 310.000 Euro

Am Tag nach der Sitzung informierte die Verwaltung in einer Pressemitteilung über die 310.000 Euro teure Maßnahme, die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ erhält. So soll der Sidney-Hinds-Platz gegenüber dem Bahnhof zu einem erlebbaren Stadttor mit Visitenkartenfunktion werden.

Kernstück seien die alten Wehranlagen. Die Relikte aus dem Mittelalter sollen nachempfunden werden, um Bürgern und Besuchern die geschichtliche Entwicklung Ahlens näherzubringen. „Die ehemalige Wehranlage ist im Bereich des Parks nicht überbaut und kann mit wenig technischem Aufwand erlebbar gemacht werden“, sagt Jörg Pieconkowski von den Ahlener Umweltbetrieben.

Im Sommer 2018 gruben Archäologen nach der alten Stadtbefestigung. Sie wird bald dauerhaft sichtbar werden.

Der Gruppenleiter und Landschaftsarchitekt hat die Pläne zur Neugestaltung entworfen. Im Sommer 2018 legten Archäologen die als Bodendenkmal eingetragenen Wallanlagen frei, die Teil der Stadtbefestigung gewesen sind. „Weil wir über ihre Lage jetzt Bescheid wissen, haben wir die im Stadtgebiet einmalige Gelegenheit, die historischen Befestigungsanlagen herauszustellen.“

Die Planung sieht vor, im Gelände Dimension und Lage der ehemaligen Befestigungsanlagen sichtbar zu machen. Der Querschnitt wird dabei durch eine mit Cortenstahl verkleidete Betonwinkelmauer optisch begrenzt. Eine Hinweistafel soll den in Ahlen einzigartigen Ort erklären und kann Anlaufpunkt bei Stadtführungen sein.

Barrierefreiheit wird groß geschrieben

Barrierefreiheit ist ein weiterer Aspekt in der Planung, die Pflaster auf Fuß- und Radweg sowie auf den Rampen vorsieht. Auf die übrigen Parkwege kommt eine wassergebundene Wegedecke. Die teils sehr breiten Parkwege sollen begradigt und auf das notwendige Maß reduziert, die freiwerdenden Flächen dann zu zusätzlichen Grünflächen werden. Die jetzige Wegeführung bleibt weitgehend erhalten.

Mehr im „AT“ vom 23. Mai 2019.

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