Ausschuss-Mehrheit für Paintballanlage
Eine deutliche Mehrheit hat sich im Ausschuss für die Paintballanlage ausgesprochen.

Fünf Mitglieder der CDU stimmten am Dienstag gegen den Verwaltungsvorschlag. Heinrich Artmann (FWG), der nochmals die illegale Abfallentsorgung angeprangert und eine Entsorgung gefordert hatte, war in dem Ausschuss nicht stimmberechtigt. Das letzte Wort hat nach dem Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag allerdings der Rat am 18. Juli.

Gleich zu Beginn der Diskussion hatten Reinhard Winkelkötter, stellvertretender Abteilungsleiter des Amtes für Umweltschutz beim Kreis, sowie sein Sachbearbeiter, Jürgen Bussemas, unterstrichen, dass die Fläche an der Hammer Straße bespielbar sei. Aus bodenschutzrechtlicher Sicht sei festzuhalten, so Bussemas, dass die jüngsten Untersuchungen keine Hinweise auf Schadstoffe oder Verunreinigungen gezeigt hätten, die einer Nutzung als Paintballanlage entgegenstünden.

Ein Großteil des Bausschutts ist abgeräumt. Bild: Jotzeit

In der Zwischenzeit sei bereits ein Großteil der an der Geländeoberfläche sichtbaren Abfälle vom Grundstückseigentümer und dem Betreiber der Paintball-Anlage entsorgt worden, so Bussemas. „Mehrere Tonnen sind abgefahren worden.“ Die abschließende Räumung solle in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

„Bei der Bestandsaufnahme haben wir festgestellt, dass es in den 1960er-/1970er-Jahren ganz massive Auffüllungen gegeben hat“, sagte Bussemas. Darunter befinde sich auch Material der Zeche Sachsen. Für die Aktion sei die Bundeswehr verantwortlich gewesen, die dort Parkflächen angelegt habe. Das Vorgehen sei beantragt und genehmigt worden. „Allerdings ist das vor der kommunalen Neuordnung geschehen“, erklärte er. Daher sei auch die Nachbarstadt Heessen dafür verantwortlich gewesen.

Bing: „Das Ganze geht mir langsam auf den Geist“

„Das Ganze geht mir langsam auf den Geist“, machte SPD-Fraktionschef Norbert Bing seinem Ärger Luft. Aktuell gehe es nur um die Feststellung, ob auf dem Gelände eine Paintballanlage betrieben werden könne oder nicht. Und da seien die Aussagen des Kreises klar: „Keine gesundheitsgefährdenden Stoffe.“ Die Hartnäckigkeit von Artmann wertete er als Versuch, auf Umwegen doch noch die Paintballanlage zu verhindern. „Wenn jemand das will, dann soll er das offen sagen“, so Bing.

Stephan Eifler (FDP) schlug in die gleiche Kerbe. Er habe ebenfalls den Verdacht, dass unter dem Deckmäntelchen der Abfallentsorgung das Freizeitprojekt ausgehebelt werden solle.

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