Austausch mit Umgehungsstraßen-Gegnern
Bild: Knöpker
Die Gegner der Bundesstraße 58n in Ahlen suchten das Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker. Das Bild zeigt (v. l.) Peter Sagurna, Rudolf Jaschka, Reinhold Sendker, Hermann Mehring, Renate Mehring, Klaus Lange, Peter Lehmann, Karl-Heinz Jonscher und Corinna Arends.
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Für die Initiative überreichten Hermann Mehring und Klaus Lange mit einigen Unterstützern dem Abgeordneten 203 Unterschriften und ein Dossier, in dem sie ihre Gründe für eine Ablehnung darlegen. „Wir wollen, dass die Bürger einbezogen werden in die Planung. Wir sind von der Politik überrumpelt worden“, kritisierte Mehring.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Lehmann bezeichnete die Pläne als veraltet. Sie seien in den Jahren 2003 und 2008 vom Rat beschlossen worden. Mittlerweile gebe es andere Zahlen und Verkehrsproblematiken. Vehement forderte Lehmann eine Verkehrsentlastung des Konrad-Adenauer-Rings, den er selbst täglich befahre. Wo die Trasse letztendlich herlaufe, müsse geprüft werden.

Reinhold Sendker nahm die vorgetragenen Sorgen ernst. Für die neue Bundesverkehrswegeplanung seien 2000 Projekte aufgenommen worden, von denen nicht alle verwirklicht werden könnten. „Es werden einige heraus fallen, andere werden vielleicht noch aufgenommen“, wagte er keine Prognose für den Bau der Bundesstraße 58n. Die Planungshoheit und Ausführung lägen nach der Verabschiedung im Dezember im Bundestag ausschließlich bei den Landesbetrieben.

Zum weiteren Verfahren teilte er mit: Das Bundesverkehrsministerium werde die Stellungnahmen, darunter auch die Eingabe der Ahlener, auswerten und den Bundesverkehrswegeplan neu bearbeiten. Mitte Juli werde der Entwurf dem Bundeskabinett vorgelegt. Mitte Dezember gehe er in die parlamentarische Beratung mit Gesetzesbeschluss. „Ist B 58n dann weiter dabei, entscheidet die Auftragsverwaltung des Landes im Jahr 2017, wann weiter geplant wird“, so Sendker. Es bleibe abzuwarten, wann unter Berücksichtigung noch anderer dringender Projekte eine Planung beginne. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Er sicherte den Vertretern aber zu, im Dialog zu bleiben.

„Laien treffen auf Profi“, fasste Klaus Lange des Treffens im „AT“-Gespräch zusammen. Er begrüße, dass sich der Abgeordnete kurzfristig Zeit und die Initiative sehr ernst genommen habe. Jetzt hoffe er, dass er die Ahlener Interessen im Kabinett vertrete.

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