BMA-Kritik: Verwaltung misst mit zweierlei Maß

Die BMA begrüßt die Umgestaltung des ehemaligen Marktkaufs am Gebrüder-Kerkmann-Platz in Ahlen durch die private Investition von Anton Neuhaus, kritisiert aber,  das ein  Action-Markt im Zellpincarreé von der Verwaltung verhindert worden ist.

„Die BMA begrüßt die Umgestaltung des ehemaligen Marktkaufs am Gebrüder-Kerkmann-Platz durch die private Investition von Anton Neuhaus. Es ist ein großes Glück für unsere Stadt, wenn sich in der heutigen Zeit engagierte Unternehmer so zum Wohle der Stadt und des öffentlichen Erscheinungsbildes auf rein privater Ebene einbringen“, heißt es in einer Stellungnahme von Ratsmitglied Rolf Leismann. Dazu könne man Anton Neuhaus nur gratulieren.

Die Verwaltung habe sich allerdings in Sachen einer neutralen Unternehmer- beziehungsweise Unternehmensansiedlungspolitik nicht mit Ruhm bekleckert. „Wie kann es sein, dass die Ansiedlung eines Action-Markts im Zeppelincarreé vehement durch die Verwaltung als innenstadtschädlich dargestellt und jetzt die Platzierung eines Woolworth-Aktionskaufhauses mit fast identischem Warensortiment als nicht innenstadtschädlich befindet?“, fragt die BMA.

Die Neuansiedlung am Gebrüder-Kerkmann Platz sei sicherlich eine Bereicherung für den Standort und auch für Ahlen. Aber hätte das nicht auch für einen Action-Markt im Zeppelincarreé gegolten? Warum wurde seinerzeit durch die Verwaltung vehement gegen Action agiert und sogar der Flächennutzungsplan dahingehend geändert, um eine derartige Ansiedlung zu verhindern? Zwischen Hansaplatz, Zeppelincarreé und Kerkmann-Platz betrage die Luftlinie nicht einmal 275 Meter, fußläufig gerade einmal fünf Minuten. Warum schade ein Woolworth-Aktionskaufhaus mit Elektronik, Bekleidung, Haushaltswaren und vielen anderen Dingen in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone nicht dem dortigen Einzelhandel? Und warum habe es dann Action getan?

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, so die BMA. Aber vielleicht habe sich der Eigentümer und Investor des Zeppelincarreés – wie man gehört habe – sich bei der Stadtverwaltung Ahlen unbeliebt gemacht. „Insofern hat die Ahlener Verwaltung erneut bewiesen, dass alle Investoren in Ahlen gleichermaßen willkommen sind. Aber vielleicht nicht alle gleich!“, heißt es abschließend.

 

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