BMA: Lassen uns nicht vor Karren spannen
Kandidatensuche für den Ahlener Rathaus-Thron: Als "Königsmacher" haben sich CDU-Parteichef Peter Lehmann (l.) und FDP-Frakti onschef Eric Fellmann bereits zu vertraulichen Gesprächen zusam mengefunden. Bildmontage: Rademacher

Diese wurden durch öffentliche Äußerungen von CDU-Parteichef Peter Lehmann bei der Fusionsversammlung der Ortsunionen Süd und Ost ausgelöst.

 „Hat Herr Lehmann aus dem Kaffeesatz gelesen, oder was?“, zeigte sich BMA-Fraktionschef Matthias Bußmann am Freitag ziemlich entrüstet. „Die Veröffentlichung zeigt mir, dass die CDU immer noch nicht bereit ist, Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen. Es geht nicht darum, ob man links, rechts oder bürgerlich ist. Auch die SPD, die Grünen und die Linken sind von Bürgern Ahlens gewählt worden und damit ebenso bürgerlich wie alle anderen auch“, schreibt Bußmann in einer E-Mail an Lehmann. Dieses Schubladendenken sei völlig fehl am Platze. „Ich habe ein bisschen den Eindruck, als wenn man uns vor einen Karren spannen will, damit sich die CDU als Retter der Stadt aufspielen kann“, so Bußmann. Die BMA werde sich jedoch nicht zum Wurmfortsatz der CDU machen. Man werde sich auch zukünftig weder links noch bürgerlich einordnen lassen. Zurzeit diskutiere seine Fraktion noch darüber, ob sie überhaupt an dem am 23. September terminierten Gespräch teilnehme.

Was die K-Frage betreffe, könnte die Bürgerliche Mitte auch eigene Vorschläge machen. Oberstes Ziel sollte es dabei sein, einen fähigen Bürgermeisterkandidaten zu finden, der von einer möglichst breiten Mehrheit getragen werden könne. Nicht nur von einer „bürgerlichen“. Am besten über alle Parteigrenzen hinaus. Das sieht FWG-Fraktionschef Heinrich Artmann ganz ähnlich. Er würde eine gemeinsame Initiative aller Ratsfraktionen in Form einer Kandidatensuche per Annonce begrüßen. Ahlen brauche nicht unbedingt einen Verwaltungsjuristen, sondern eine anerkannte Persönlichkeit mit Vorbildcharakter, die auch aus der Wirtschaft kommen könne.

Das beste Beispiel dafür sei Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Gespräche ja, bürgerliche Koalition nein: Artmann stellt klar, dass gerade in Krisenzeiten, wie sie die Stadt derzeit finanziell durchlebe, alle politischen Kräfte miteinander reden müssten, und nicht als zerstrittener Verein auftreten dürften. Deshalb werde die FWG auch mit SPD, Grünen und Linken im Gespräch bleiben.

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