Bäderangebot im Berliner Park bündeln
Wird der Freibad-Standort am Bürgermeister-Corneli-Ring aufgegeben? Die SPD-Ratsfraktion favorisiert eine Bündelung des Bäderangebotes im Berliner Park. Das Grundstück im Ahlener Norden könnte für eine Wohnbebauung vermarktet werden.

 In ihrer jüngsten Fraktionssitzung hatte sich die SPD vom Geschäftsführer der Stadtwerke und der Bäder GmbH, Hans Jürgen Tröger, über verschiedene Alternativen informieren lassen.

Bereits im Dezember 2014 hatte es einen Ratsbeschluss für einen Prüfauftrag, das Bäderangebot an einem Standort zu optimieren, an die Geschäftsführung der städtischen Tochter gegeben. Im Rahmen der Haushaltsberatungen hatte die SPD im Dezember 2015 mit einem Antrag an den Rat erneut einen Anlauf unternommen.

Zwischenzeitlich habe die Geschäftsführung drei Varianten untersucht, berichtete Gabi Duhme auf „AT“-Anfrage. Eine Alternative sieht vor, das Angebot an zwei Standortern zu belassen. Die zwei anderen Vorschläge basieren auf einer Bündelung im Berliner Park. „Wir befürworten die Lösung eines Kombi-Angebotes, so dass man den Innen- und Außenbereich gemeinsam nutzen kann“, sagte Duhme dem „AT“. Das heißt im Klartext: Bau eines 25-Meter-Schwimmbeckens mit einem Nichtschwimmerbereich, einem Babybecken sowie Rutschen, Sprungturm und Liegeflächen im Berliner Park.

Mit einer Realisierung des Bäder-Projektes rechnet die Fraktionschefin frühestens in zwei Jahren. Aufgrund der in den vergangenen Jahren sinkenden Besucherzahlen im Freibad sehe die SPD dringenden Handlungsbedarf. Der Standort Berliner Park sei zentral gelegen und gut erreichbar, meinte Duhme. Probleme durch den momentanen Ausbau der grünen Lunge zum Sport- und Bewegungspark gebe es keine. Eine Bad-Erweiterung sei bereits bei der Neugestaltung berücksichtigt worden.

In einem nächsten Schritt kündigte Duhme einen Antrag ihrer Fraktion an den Rat an, die weitere Nutzung des steuerlichen Querverbundes zwischen Stadtwerken und Bädern und des Blockheizkraftwerkes zu prüfen. Im Querverbund werden die Bäder-Verluste mit den Gewinnen der Stadtwerke verrechnet. Aber auch ohne den Querverbund handele es sich um eine hervorragende Lösung, ist Duhme sich sicher.

Das Freibad-Grundstück am Bürgermeister-Corneli-Ring könne zum Beispiel für eine Wohnbebauung vermarktes werden.

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