Bei Rundgang Geschichte der Juden erkundet
Bild: Lohmann
Bei einem Stadtrundgang brachte Dr. Hans Gummersbach interessierten Ahlenern am Samstagmorgen das Leben der Juden in Ahlen zur Zeit des Nationalsozialismus nahe. 
Bild: Lohmann

Die von der Volkshochschule (VHS) und der Familienbildungsstätte (FBS) getragene Veranstaltung im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ war ausgebucht. Spontan entschlossene Gäste wichen im kleinen Forum der Familienbildungsstätte (FBS) auf mehrere Hocker aus, da alle aufgestellten Stühle besetzt waren.

An der Klosterstraße standen  Schule und Synagoge

Aufgrund des beständigen Wetters verzichtete der Referent auf eine für den Notfall vorbereitete Präsentation. „Lassen Sie uns lieber spazieren gehen.“ An der Klosterstraße erinnerte der Historiker und Diplom-Pädagoge an die Elementarschule mit angeschlossener Synagoge schräg gegenüber der FBS. Auf Grundlage seiner Recherchen erläuterte Dr. Gummersbach, dass die bis zur Machtergreifung in Ahlen lebenden Juden – rund 130 bis 150 Personen – gut in die Gesellschaft integriert gewesen seien.

Dies bewiese nicht nur die zentral liegende Schule im Herzen der Innenstadt, sondern auch die Anerkennung von Juden in der Öffentlichkeit. Sie bekleideten Ämter im Feuerwehrvorstand oder in Schützenvereinen, wie der Referent später mit Bildern belegte. Eines zeigte eine Gruppe von Metzgern während eines Ausflugs der damaligen Innung. Die mit bunten Pfeilen hervorgehobenen Personen zeigten wie selbstverständlich die in Ahlen bekannten Juden Frieda und Norbert Spiegel, wie Dr. Gummbersbach aufklärte.

Mehr über die Geschichte des Judentums in Ahlen lesen Sie in der „AT“-Ausgabe vom 25. März.

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