Beirat scheut keine kritische Diskussion
Bild: Jotzeit
Susanne Schamp, Vorsitzende des Beirats für Stadtgestaltung der Stadt Ahlen, hat sich am Dienstag den Ausschussmitgliedern vorgestellt.
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Am Dienstag nutzte die Beirats-Vorsitzende Susanne Schamp die Gelegenheit, sich persönlich im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss vorzustellen. „Wir freuen uns, dass der Beirat installiert wurde“, sagte die 49-jährige Architektin und Stadtplanerin aus Dortmund. Ziel sei es, mehr Qualität für das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums zu schaffen. Und sie versprach schon jetzt: „Wir scheuen keine kritische Diskussion.“

Bei der ersten Begehung der Stadt habe das Gremium interessante Eindrücke gesammelt, so Schamp. Das Augenmerk habe dabei auf dem Gebäude der Sparkasse gelegen. Der Beirat sei von dem dortigen Umbau-Projekt ganz angetan, „das wird eine spannende Geschichte.“ Darüber hinaus habe die Expertenrunde die neue Gestaltungssatzung der Stadt kennengelernt, berichtete Schamp von ihren ersten Aufgaben.

Auf den Zahn fühlen wollte ihr Dr. Gerd Willamowski. Der SPD-Ratsherr fragte nach, welche Erfahrungen sie in Beiräten gesammelt habe. Dabei musste Schamp zwar passen, dennoch konnte sie punkten. Bislang habe sie auf der anderen Seite gestanden und Projekte in verschiedenen Beiräten präsentiert, erklärte sie.

Ein dickes Lob gab es von Stadtplaner Mattias Bartmann. Er stellte nach den ersten beiden Sitzungen des Beirats zufrieden fest: „Ein sehr produktive Zusammenarbeit.“ Und auch Ausschussvorsitzender Carl Holtermann (CDU) war begeistert von dem externen Sachverstand. Er sei froh, dass es nun „Schampus statt Selters“ für die Stadtgestaltung gebe, sagte er mit einem Lächeln auf den lippen.

Einer Änderung in der Zusammensetzung des Gestaltungsbeirats galt es anschließend noch zuzustimmen. Aus beruflichen Gründen scheidet Sybille Haseley aus. Ihr Nachfolger wird Jürgen Reuter, ein Fachmann für Gestaltungsbeiräte.

Zur Person

Susanne Schamp, die Vorsitzende des Beirats für Stadtgestaltung der Stadt Ahlen, führt seit 1992 gemeinsam mit einem Partner ein Architektur- und Städtebaubüro in Dortmund. Mit zehn Mitarbeitern übernimmt das Duo Aufgaben aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Landschaftsplanung und Innenarchitektur vom Vorentwurf bis zur Abnahme. „Sozusagen ein Rundumpaket“, erklärte die 49-jährigen Architektin und Stadtplanerin am Dienstag im Ausschuss.

Die Stadt Ahlen selbst kennt sie seit vielen Jahren. Erster Anknüpfungspunkt sei das Kunstmuseum gewesen, sagte sie auf „AT“-Nachfrage. „Ich habe hier schon viele Ausstellungen besucht.“ Zudem habe sie sich mit der denkmalgeschützten Zechenkolonie beschäftigt. Anlass sei ein vergleichbares Siedlungsprojekt in Dortmund gewesen.

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