Bekenntnis für soziales Miteinander
Bild: Knöpker
Gingen bei der Maikundgebung in Ahlen vorneweg: (v. l.) Bernhard Daldrup, Dr. Alexander Berger, Annette Watermann-Krass, Ali Bas und Winfried Lange.
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Eingereiht hatten sich die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD) und Ali Bas (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie Reiner Jenkel, Landtagskandidat für Die Linke, der stellvertretende Landrat Franz-Ludwig Blömker, der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup und Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Vertreter von CDU und FDP blieben der Traditionsveranstaltung fern.

„Wir sind viele. Wir sind eins“ lautete das Motto des Gewerkschaftstags. „Damit legen wir ein Bekenntnis für soziales Miteinander und Solidarität ab“, sagte Lange. „Wir sind eine bunte Gesellschaft, dafür leben wir.“ Eindringlich appellierte er an die Teilnehmer, der Alternative für Deutschland (AfD) nicht auf den Leim zu gehen. Er verurteilte deren ablehnende Haltung zu den Flüchtlingen und zur Europäischen Union (EU) und kritisierte weitere Punkte aus dem Wahlprogramm.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger bezeichnete die Gewerkschaften als wesentliche Stützen der Demokratie. Auch er sprach sich für die EU aus. „Nur wenn es auch den schwächeren Staaten gut geht, sind Sicherheit und Frieden gewährleistet“, machte er deutlich.

Beate Kautzmann, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Gütersloh-Oelde, warnte vor dem Rechtspopulismus. „Zeigt Euch auf den Straßen sowie Plätzen und sagt selbstbewusst: Wir sind viele. Wir sind eins“, verurteilte sie, dass die AfD Ängste schüre und Intoleranz fördere. Die AfD habe keine Antworten auf Zukunftsfragen. Deutliche Kritik übte die Erste Bevollmächtigte an der Leiharbeit, an befristeten Arbeitsverträgen und zunehmender Altersarmut. Ein Skandal sei die mit 300 000 Langzeitarbeitslosen in NRW hohe Zahl. Sie forderte: „Es ist besser, in Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit zu bezahlen.“

Auch die Bereiche Bildung, Ausbildung und Weiterbildung müssten mehr in den Fokus gerückt werden. Die Gewerkschafterin sprach sich für ein gerechteres Steuersystem aus, das Arbeitnehmer entlastet und Besserverdienende stärker in die Pflicht nimmt.

Der 1. Mai sei ein Tag für Gerechtigkeit. „Wer jahrzehntelang in die Rente eingezahlt hat, muss im Alter auch davon leben können“, forderte sie eine Reform und einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Gemeinsam sei dass zu schaffen, gab sie sich optimistisch, denn „Wir sind viele. Wir sind eins.“

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