Beschwerde über Missstände am Flüchtlingsheim
Bild: Jotzeit
Die Zustände am Übergangswohnheim am Hermesweg in Dolberg hat Kim-Oliver Manzatto am Montag vor Beginn der Sitzung des Ortsausschusses kritisiert und um Abhilfe gebeten.
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Sie haben am Montag dem Ortsausschuss Dolberg die Zustände am Übergangswohnheim am Hermesweg geschildert und um Abhilfe gebeten. Erst am Freitag war Dolberg im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ für das Engagement zur Integration ausländischer Mitbürger in die Dorfgemeinschaft ausgezeichnet worden.

Am Montag nun überreichte Kim-Oliver Manzatto als Sprecher der Anwohner vom Hermesweg 11 den Ausschussmitgliedern eine umfangreiche Dokumentation mit Beschwerdebriefen, Fotos und einem Lärmprotokoll. Er kritisierte die „nicht mehr zu ertragende Lärmbelästigung“ durch Fußballspielen, Dauergeschrei und einen Benzinlaubsauger. Einige Anlieger hätten sich sogar schon wegen der Ruhestörungen in ärztliche Behandlung begeben müssen.

„Die Stadt kommt nicht mehr dagegen an“, sie sei wohl nicht in der Lage für Recht und Ordnung in dem Wohnheim zu sorgen. Anwohner hatten sich deshalb auch schon schriftlich beim Landrat beschwert und um Abhilfe gebeten. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller habe den Anwohnern angeboten, beim Hausmeister des Wohnheims rund um die Uhr anzurufen, wenn es Probleme gebe.

Der Hausmeister sei der Situation jedoch nicht gewachsen und reagiere auf Beschwerden der Anwohner nicht. „Den braucht man gar nicht mehr anzurufen“, schilderte Manzatto seine Erfahrungen. Er hatte sogar ein Plastiktütchen mitgebracht, in dem sich Marihuana befunden haben soll. Dieses habe man auf dem Gelände des Wohnheims gefunden. Erschreckend seien auch die Beobachtungen eines Schusswaffen-Gebrauchs. Zeugen trauten sich aus Angst vor Repressalien nicht zur Polizei zu gehen. „Da hört der Spaß auf“, meinte der Beschwerdeführer.

Manzatto betonte, dass die Bürger eine Lösung finden wollen. „Das sind Probleme, die man klären kann“, die Nachbarn wollten in Frieden und Ruhe weiter dort leben können. Manzatto regte einen 24-Stunden-Wachdienst mit mehr als nur einer Aufsichtsperson an.

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