Besucher begrüßen die Schafe mit „Mäh“
Bild: Wittmann
Bei der Generalprobe des Krippenspiels in der evangelischen Christuskirche in Ahlen durfte das „AT“ zusehen. Es wird ab 16 Uhr im Gottesdienst aufgeführt. Es wirken mit: Jonas und Nick (vorne, v. l.) als Schafe, als Engelchen (v. l.) Lina, Lisa (mit vier Jahren die Jüngste), Sophie und Marie, als Hirten Leni (links hinten) und Paula (rechts hinten) sowie Luca als Josef (Mitte) und neben ihn Annabell als Maria.
Bild: Wittmann

Sie stimmen zusammen mit Helene Buschbach am Klavier „Stern über Bethlehem“ – möglichst laut an, damit Opa und Oma in den hinteren Reihen auch noch was hören können. All das ist am Heilgenabend ab 16 Uhr im Gotteshaus an der Gemmericher Straße zu sehen, wenn die Kinder der Kinderkirche das Krippenspiel aufführen.

Nur drei Mal haben die Vier- bis Zwölfjährigen dafür geprobt. „Kinder lernen schnell“, sagt Pfarrerin Dorothea Helling bei der Generalprobe. Sie führt Regie und beweist schauspielerisches Talent: „Versucht mal so zu laufen wie Maria und Josef. Die haben eigentlich gar keine Lust, nach Bethlehem zu gehen“, erklärt sie Annabell und Luca. „Und Maria hat auch noch einen schwangeren Bauch.“

Warum die Beiden nach Bethlehem müssen, das liest Nicole Richter (Mutter, Erzieherin und Mitarbeiterin der Kinderkirche) vor: Kaiser Augustus, gespielt von Christian, will sein Volk zählen – auch in der Provinz Syrien –, damit er weiß, wie viele Steuern er einnimmt. Und Josef muss dafür als Sohn Davids nach Bethlehem. Seine schwangere Verlobte begleitet ihn.

Noch mit viel Gekicher weisen Gastwirte das Paar auf der Herbergssuche ab, doch Pfarrerin Martina Grebe, die den Gottesdienst halten wird, ist sich sicher, dass bei der Aufführung alles klappt. Die Kinder wüssten dann um den Ernst der Sache. Pfarrerin Dorothea Helling fordert die Eltern und alle anderen Besucher auf, mitzuspielen: Immer, wenn es Nacht werde, müssten sie Sterne hochhalten. Und dann dürften sie an einer Stelle die Schafe mit einem „fröhlichen Mäh“ willkommen heißen.

Nur die Maria wirkt ein bisschen traurig. Nicole Richter weiß auch warum: Sie beneidet die Engelchen um ihre Kostüme und möchte auch gerne Glitzer haben. Dieser Wunsch soll sich bis heute noch erfüllen. Die Eltern kümmern sich um die Ausstattung der kleinen Schauspieler. Auch, wenn noch nicht alles richtig rund läuft bei der Generalprobe: Pfarrerin Dorothea Helling beweist viel Gottvertrauen. Zur Sicherheit fragt sie in einem Sitzkreis vor dem Altar am Ende mit motivierender Stimme: „Können wir das schaffen?“ Und ihr schallt ein gemeinsames „Ja!“ entgegen.

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