Blau-Weiß ist Trumpf im Ahlener Karneval
Bild: Otto
Eine Prinzenproklamation nach Maß ging am Samstagabend über die Bühne der Stadthalle Ahlen. Das Bild zeigt (v. l.) Standartenträger Peter Przyluczky, Adjutant Wolfgang Kabek, Prinz Andreas I. Schürenkemper und Adjutant Peter Bohnenkamp.
Bild: Otto

Blau-Weiß gegen Rot-Weiß steht in den kommenden Wochen auf dem Programm. Dem geflügelten Aal werden Beine gemacht, geht es nach dem neuen Jeckenregenten, der als gelernter Dachdecker doch auch gleich das Rathaus abdichten könnte. Fassade ist Fassade. Und die platzt dem frisch gekürten Oberjeck aus den Reihen der federführenden blau-weißen KG „Nett un Oerndlik“ nicht aus dem Gesicht, wenn er mit einem breiten Lächeln seine Untertanen in den Bann zieht. Selbst die Samstagniederlage der blau-weißen Kickerfavoriten aus dem Kohlenpott gegen die Chemietruppe aus Leverkusen konnte ihm die Freude nicht nehmen.

 „Singen, tanzen, lachen, gemeinsam jecke Sachen machen“ hat der Nachfolger von Ex-Prinz Christian I. sich auf die Fahnen geschrieben und zeigte bei der außerordentlichen BAS-Sitzung im Rathaus auch gleich die ersten Grimassen: „Ich verspreche Euch ein supergeiles Jahr!“ Dabei stehen ihm die Adjutanten Peter Bohnenkamp und Wolfgang Kabek sowie Standartenträger Peter Przyluczky zur Seite. Letzterer kann als Maler und Tapezierer auch gleich mit dem Pinsel die blau-weiße Farbgebung im Städtchen anbringen, während Fliesenleger Peter Bohnenkamp dem Oberjecken bei seinen Auftritten den Boden bereiten und Elektriker Wolfgang Kabek für den Kick sorgen wird.

Wie dem auch sei – Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Gastgeber im Prinzensaal, kalauerte nach der Wahl, dass endlich mal eine vernünftige Entscheidung die graue Fassade des Rathauses verlassen dürfe. Ruhmöller war wegen eines „Trauerspiels“ – gemeint war seine Teilnahme bei den Haushaltberatungen der CDU – vormittags bei der Verabschiedung des Ex-Prinzen Christian I. verhindert. Er verabschiedete Christian Weirowski deshalb am Samstagabend mit einem flüssigen Geschenk. BAS-Boss Carlo Wilk hingegen war zufrieden, einen erfahrenen Mitstreiter wieder voll und ganz an seiner Seite zu wissen: „Endlich bist Du wieder unser Säckelmeister!“

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