Blomberg-Brache: Verhandlungen laufen
Bild: Detlef Peter Jotzeit
Ist der Dornröschenschlaf der Blomberg-Brache bald beendet? Laut „AT“-Informationen laufen hinter den Kulissen intensive Verhandlungen über einen möglichen Verkauf.
Bild: Detlef Peter Jotzeit

Hinter den Kulissen wird eifrig verhandelt. Das hat auf „AT“-Nachfrage am Dienstag der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Ahlen, Jörg Hakenesch, bestätigt.

Vor gut einem Monat habe es eine Anfrage eines Projektentwicklers von außerhalb gegeben, der durch das Immobilienportal Immopool.de auf die Fläche in Ahlen aufmerksam geworden sei, teilte Hakenesch mit. Daraufhin habe die WFG sofort Kontakt zum Eigentümer des Areals (die türkische Firma Acsa GmbH & Co KG) aufgenommen. Doch der habe abgewunken und darauf hingewiesen, dass bereits intensive Verhandlungen mit einem anderen Investor liefen und daher aktuell kein Interesse an weiteren Vermittlungen bestünde.

„Ob das Objekt schon verkauft ist, weiß ich aber nicht“, räumte Hakenesch ein. Außerdem sei ihm nicht bekannt, wer der Interessent sei oder woher dieser stamme. Er gehe aber davon aus, dass es sich dabei nicht um ein „Vorgeplänkel“ handele, sondern sehr konkrete Verkaufsverhandlungen dahinter steckten.

Zur Erinnerung: Ende April 2004 sind in den Produktionshallen des Traditionsunternehmens Blomberg an der Voltastraße die Lichter ausgegangen. Zu Spitzenzeiten – zwischen 1978 bis 1998 – waren dort bis zu 1175 Leute beschäftigt. Danach war die Belegschaft zum Teil mit Massenentlassungen abgebaut worden.

Im Juni 2015 war die Industriebrache schon einmal ins Rampenlicht gerückt worden, als der CDU-Stadtverband Ahlen mit Peter Lehmann an der Spitze und der damalige Bürgermeisterkandidat Dr. Alexander Berger auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Notunterbringung von Flüchtlingen die ehemaligen Blomberg-Hallen unter die Lupe genommen hatten. Dies hatte zu massiven Protesten geführt.

SOCIAL BOOKMARKS