Brinkkötter: Es fehlt ein pädagogisches Konzept
Bild: Kessing
In die Offensive gingen Vertreter der Ahlener Gesamtschule am Freitag: (v. l.) René Poloczek, Pasquale Fuchs, Luca Schönfeld, Alois Brinkkötter und Claudia Buchartowski.
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Der Leiter der Gesamtschule bezeichnet die Situation in einem Pressegespräch als festgefahren und zerrüttet. Die Gesamtschule werde derzeit keine gemeinsame Lösung mittragen.

Bei Positionspapier Schulgremien beteiligen

Die Inhalte müssten deutlich verändert werden, dämpft Brinkkötter die Erwartungen im Vorfeld eines neuerlichen Schulgipfels am Freitagnachmittag auf Einladung des Bürgermeisters. Es könne nicht sein, dass vier Schulleiter ein Positionspapier für eine Kooperation verabschiedeten, ohne ihre Gremien zu beteiligen. Das könne er jedenfalls aus Sicht seiner Schule sagen.

Kritik übt der Schulleiter auch an der Sekundarschule, die bislang kein pädagogisches Konzept für eine zweite Gesamtschule vorgelegt habe. Es reiche nicht aus, nur ein Schild auszuwechseln.

Schulleiter: „Mich hat keiner gefragt“

Er habe als Berater viele Schulen im Vorfeld einer Gesamtschulgründung begleitet. „Nur in Ahlen werde ich nicht gefragt“, bedauert Brinkkötter auch, dass sein Vorschlag, ein gemeinsames Oberstufenzentrum am Standort der Overbergschule zu errichten, vom Gymnasium abgelehnt worden sei.

Behauptungen ohne Wahrheitsgehalt

Der Gesamtschulchef verwahrt sich auch gegen Unterstellungen von Städtischem Gymnasium und Gymnasium St. Michael, die eine leistungsorientierte Pädagogik an der Gesamtschule in Frage stellten. „Diese Behauptungen sind ohne Wahrheitsgehalt“, stellt Brinkkötter klar.

„Da werden Fronten aufgebaut“

Auch Schülersprecher Luca Schönfeld und Pasquale Fuchs (Schülervertretung) können die Angriffe gegen die Fritz-Winter-Gesamtschule nicht verstehen. „Da werden Fronten aufgebaut“, die es so zwischen den Schülern der verschiedenen weiterführenden Einrichtungen nicht gebe. Man käme gut miteinander aus.

Entscheidung über zweite Gesamtschule vertagen

Eine zweite Gesamtschule solle nicht übers Knie gebrochen werden, wirbt René Poloczek, Mitglied des Lehrerrates, für eine Aufschub der Entscheidung.

Lesen Sie mehr über Reaktionen aus der Politik und einen Kommentar zur Ahlener Schulpolitik in der „AT“-Ausgabe vom 16. November.

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