Bronze-Relief erinnert an Wulfbert
Skizze: Wolfgang Lamché
Liebevoll blicken Wulfbert und seine Frau auf ihren Sohn Amulger, der nach der Wallfahrt von Vorhelm nach Werden von seiner Krankheit geheilt ist. Mit diesem Entwurf hat der Ennigerloher Künstler Wolfgang Lamché den Heimatverein Vorhelm überzeugt.
Skizze: Wolfgang Lamché

Ein Relief aus Bronze soll an Wulfberts Familie und dessen Pilgerfahrt im Jahr 864 nach Werden erinnern. Aufgestellt wird das Denkmal an der Pfarrkirche St. Pankratius. Honermann hatte in den vergangenen Monaten intensiv zu Wulfberts Schicksal recherchiert. Seine Ergebnisse wurden sowohl im „Beflügelten Aal“ (Band 35) des Heimat-Förderkreises für westfälische Tradition als auch im Jahrbuch des Kreises Warendorf veröffentlicht.

„Wer hat den Beitrag gelesen?“, wollte Honermann von den knapp 30 im Hotel-Restaurant Witte Versammelten erfahren. Als sich lediglich vier Personen meldeten, sagte er: „Die Geschichte Wulfberts darf nicht in Vergessenheit geraten. Daher sollten wir sie für die Vorhelmer, für die Besucher unseres Dorfes und auch für die nachfolgenden Generationen sichtbar machen.“

Wunderheilung des schwer erkrankten Sohnes

Die Geschichte des Hellbachdorfes beginne mit eben jenem Wulfbert, der sich wohl im Jahr 864 mit seiner Frau und seinem schwer erkrankten Sohn Amulger, damals fünf Monate alt, von Vorhelm aus auf den Weg nach Werden gemacht habe. Dort befinde sich das Grab des Heiligen Liudger, der zu Lebzeiten einen Erblindeten in Ahlen geheilt haben soll. Honermanns Forschungen zufolge soll Wulfbert eine Nacht betend am Grab des Heiligen verbracht haben. Danach soll sein Sohn Amulger geheilt gewesen sein. Glücklich über dieses Wunder, soll Wulfbert mit seiner Familie die Heimkehr angetreten haben. Der Heimatverein Vorhelm hatte drei Künstler um Entwürfe gebeten.

Das Rennen machte Wolfgang Lamché aus Ennigerloh. Im Sommer soll das Denkmal seinen Platz an der Pfarrkirche finden. Nun will der Heimatverein seine Suche nach Sponsoren verstärken. Pastor Michael Kroes habe Honermann gebeten, in einem der folgenden Gottesdienste über Wulfbert zu predigen. Die Kollekte sei für das Projekt bestimmt. IGVVV-Vorsitzender Josef Remmert lobte Honermann für seine Forschungsarbeit. Die Versammlung honorierte dessen Einsatz mit Applaus.

Mehr im „AT“ vom 17. März.

SOCIAL BOOKMARKS