Brummen raubt Schlaf und letzten Nerv
Die Heinrich-Imbusch-Straße, eine Seitenstraße der Emanuel-von-Ketteler-Straße. Hier ist nachts das rätselhafte Geräusch zu hören, das empfindlichen Menschen den Schlaf raubt. Bild:Rademacher

Regelmäßig werde er so gegen zwei Uhr morgens wach, berichtet er. Geweckt werde er von Brumm-Geräuschen, die bis gegen 7 Uhr anhielten. „Das ist, als wenn von einer fetten Soundanlage nur die Bässe brummen“, versucht Schickedanz zu erklären. „Oder wie ein Bagger, der irgendwo baggert.“ Es könnte auch ein Lkw-Motor oder Kühlaggregat sein. Für ihn ist klar, dass es eine gewerbliche oder industrielle Lärmquelle sein muss. Denn über Weihnachten sei Ruhe gewesen, sagte Schickedanz gestern dem „AT“. Von diesem permanenten dumpfen Geräusch werde er wach. „Und dann kriege ich kein Auge mehr zu“, sagt er. „Das raubt mir den letzten Nerv“, klagt er. Morgens fühle er sich wie gerädert. Jemand, der einen guten Schlaf habe, könne das wohl kaum nachvollziehen. Einen Nachbarn habe er beispielsweise gefragt, ob er denn nicht auch gestört werde von den Geräuschen. Nein, er habe einen guten Schlaf. Doch Andre Schickedanz mag nicht glauben, dass er der einzige Lärmempfindliche ist, der um seine Nachtruhe gebracht wird und sucht jetzt nach ebenfalls Betroffenen, um gemeinsam etwas gegen die nächtlichen störenden Geräusche zu unternehmen.

SOCIAL BOOKMARKS