Bücherregal im Ahlener Bürgerservice
Die Bürgerstiftung machte das Offene Bücherregal im Eingangsbereich des Ahlener Rathauses möglich. (V. l.) Franz Tripp, Birgit Weis, Frank Böhle und Christoph Wessels stellten es vor.

Als fünften Standort für eine Offenes Bücherregal habe man sich das Rathaus tatsächlich aus ganz anderem Grunde ausgesucht, sagte Franz Tripp, der als Vorsitzender der Bürgerstiftung gemeinsam mit Christoph Wessels vom zuständigen Fachbereich der Stadt die Idee umsetzte. Der Stiftungsvorsitzende rechnete vor: „Hunderte Menschen passieren täglich den Eingangsbereich des Rathauses, es gibt kaum einen Ort, an dem man mehr Bürger erreichen kann.“

Seit nunmehr drei Jahren schon betreut die Bürgerstiftung Offene Bücherregale, die zuvor in den Volksbank-Geschäftsstellen an der Warendorfer Straße und Rottmannstraße sowie in Dolberg und Vorhelm erfolgreich eingerichtet worden waren. Das Prinzip eines Offenen Bücherregals sei ganz einfach, erklärt Kulturfachbereichsleiter Wessels. „Es soll getauscht werden, ein Buch heraus, dafür ein neues hinein.“ In anderen Städten funktioniere dies sogar in Bussen und Bahnen oder an Haltestellen. Die Bücher sollten allerdings, darum bitten die Initiatoren, weder alt, zerfleddert oder verschmutzt sein.

Auch größere Spenden, etwa aus Haushaltsauflösungen, nimmt Koordinator Wessels entgegen. Die filigranen Regaltürme, in denen zurzeit rund 100 Bücher auf Leser warten, hat die örtliche Tischlerei Sommerkamp-Huesmann „auf Maß gefertigt“, wie Stiftungsvorstand Frank Böhle berichtet. Beide fügten sich perfekt in den Wartebereich ein, der dadurch eine wohlige Atmosphäre bekomme. Tripp und Böhle hoffen, dass auch der fünfte Standort so gut angenommen wird so wie zuvor die vier anderen. Und sollte es mal im Bürgerservice wegen großen Andrangs doch etwas länger dauern, wird bei guter Lektüre die Zeit künftig wie im Fluge vergehen.

SOCIAL BOOKMARKS