Bürger krempeln Ärmel hoch für Radweg
Bild: Wittmann
Engagierte Ahlener machen sich ans Werk, damit es mit dem Radweg von Ahlen nach Walstedde etwas wird. Derzeit laufen Erd- und Verrohrungsarbeiten. Das Bild zeigt (v. l.) Jürgen Anders, Jutta und Rainer Eckervogt mit Sohn Henry, Wolfgang Grosch sowie Andreas Ginter mit seinem dreieinhalbjährigen Sohn Fritz, der auch schon mit anpacken will. Auf dem Bagger Philipp Kalverkamp.
Bild: Wittmann

Dennoch packt er, wie mehr als ein Dutzend anderer Leute, bei der kräftezehrenden Arbeit mit an. Schließlich soll die Strecke, auch mit Hinblick auf die 30 Kinder, die dort wohnen, sicherer werden.

Seit der vergangenen Woche tut sich sichtbar etwas am Radweg, den der Verein „Radweg Walstedder Straße“ (86 Mitglieder) stemmen möchte. „Am Mittwoch haben wir mit dem Baggerarbeiten angefangen“, erläutert Jutta Eckervogt, zweite Vorsitzende des Vereins. Dort, wo es möglich ist, wo die Grundstückseigentümer bereits ihr Einverständnis gegeben haben, laufen die Arbeiten.

Nach dem Grünschnitt, der bis zum 1. März erledigt sein musste, werden nun der Mutterboden entfernt und die Gräben im Bereich von Einfahrten verrohrt. Denn in diesem Bereich muss der Radweg nahe an der Straße verlaufen. Danach wird er weiter weg von der Straße geführt.

Das meiste passiert derzeit von der Einmündung nach Walstedde bis zum Hof Eckervogt. Aber auch näher an Ahlen tut sich etwas: Kurz hinter der Gaststätte Quante war der Bagger am Samstag ebenfalls dabei, den Mutterboden abzuschieben. Ab heute wird mit dem Aufbringen des Schotters angefangen, der vom Abriss des ehemaligen Hotels Gretenkort und Sparkassengebäudes in Ahlen stammt.

„Wir brauchen für den kompletten Radweg 5000 Tonnen“, sagt Rainer Eckervogt. Im Endausbau sind es vier Kilometer von der Einmündung Homannsweg bis zur Einmündung nach Walstedde.

Wenn die Schotterschicht aufgebracht ist, wird sie verdichtet. Wann die Strecke asphaltiert wird, kann man noch nicht sagen. „Um teeren zu können, muss man erst ein Stück komplett haben.“ Das Asphaltieren sei das Teuerste, dafür müsse man abwarten, wie die weiteren Grundstücksverhandlungen laufen und wie viel Geld da sei. 430 000 Euro würde der Radweg kosten, wenn man ihn komplett von Firmen ausführen lasse. Durch Eigenarbeit spare man Kosten. Am Wochenende seien rund 15 Leute im Einsatz, abends unter der Woche etwa ein halbes Dutzend – von Büroleuten, Metallbauern bis zu Landwirten.

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