Bürger müssen bei Straßenausbau zahlen
Bild: Lohmann
Zahlreiche Anwohner beleuchteten die Vor- und Nachteile der von Robert Reminghorst vorgestellten Entwürfe zur Umgestaltung der Beethoven- , Schumann- und Mozartstraße in Ahlen.
Bild: Lohmann

Rund 150 Menschen waren der Einladung von Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, ins Rathaus gefolgt, um ihre Wünsche zur Neugestaltung der drei Straßen an die Stadtverwaltung heranzutragen. Die große Resonanz hatte einen guten Grund. Die Eigentümer sollen 90 Prozent der Kosten tragen, die für die Bauarbeiten der Straßenzüge anfallen.

Wie hoch die Kosten sein werden, ist bislang unklar. „Wir möchten gerne einen kompletten Neuanfang machen“, klärte Reminghorst seine Gäste über die neue Herangehensweise der Stadtverwaltung auf. Gleich zu Beginn überließ er den Anwohnern das Wort und hinterfragte deren Begehren.

Den Informations- und Gedankenaustausch moderierte Robert Reminghorst.
Schnell wurde klar, wo bei den Bürgern der Schuh drückt. Die Knappheit der Parkplätze, Beschädigungen der Straßen und Grundstücke durch Baumwurzeln und eine mangelhafte Kanalisation sind nur einige Themen, die den Mietern und Eigentümern Sorgen bereiten. Lösungen und deren Auswirkungen präsentierte Reminghorst mit seinem Kollegen Jörg Eberschneider aus der Beitragsabteilung auf umfangreichen 130 Folien. Die Anwohner hatten die Qual der Wahl: Asphalt oder Pflaster? Tempo-30-Zone oder verkehrsberuhigter Bereich? Grünstreifen oder Parkplätze?

Jeder neue Vorschlag entfachte Diskussionen. Laut Reminghorst sprechen für eine asphaltierte Fahrbahn die schnelle Fertigstellung, geringe Fahrgeräusche und die Langlebigkeit der Fahrbahn. Für das Pflaster spricht, dass dies partiell aufgerissen und wieder verschlossen werden kann, ohne im Nachgang optische Veränderungen in Kauf nehmen zu müssen - ganz im Gegensatz zum Asphalt. Im Vergleich zwischen der Tempo-30-Zone und dem verkehrsberuhigten Bereich überzeugte einige Anwohner, dass in der Tempo-30-Zone flexibler geparkt werden kann.

Bezugnehmend darauf rieten mehrere Anwesende dazu, zugunsten einer größeren Parkplatz-Auswahl auf Grünstreifen zu verzichten. Beim nächsten Treffen, das bis dato noch nicht terminiert ist, sollen die Anwohner straßenweise nach ihren Meinungen befragt werden. Außerdem soll ihnen eine Kostenkalkulation für die verschiedenen Varianten des Straßenbaus vorgelegt werden.

Mehr im „AT“ vom 23. März.

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