Bürger sollen über Gestaltung abstimmen
Geometrische Formen favorisiert der Gestaltungsbeirat in Ahlen als Motiv für die Bahnunterführung zwischen Gebrüder-Kerkmann-Platz und Oststraße. Alternativ wären Wald-Motive möglich.

Das Umgestaltungs- und Beleuchtungskonzept der Bahnunterführung steht am Montag, 3. Dezember, ab 17 Uhr auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen, der öffentlich tagt.

Weil die heimischen Politiker die Entwurfsplanung zur Beleuchtung und Umgestaltung Ende 2017 kontrovers diskutiert hatten, hat die Verwaltung laut Ausschussvorlage im April 2018 den Gestaltungsbeirat mit dem Thema betraut. Das Gremium für Stadtgestaltung hielt das Projekt mit verschiedenen Lichtelementen für überfrachtet. Die Empfehlung lautete unter anderem, das Gesamtkonzept „gestalterisch und auch bezüglich der Lichtquellen“ so zu reduzieren, dass auf dem kurzen Durchgang/der Durchfahrt „eine angenehme und ruhige Atmosphäre erzeugt wird“. Um eine gleichmäßige Beleuchtung der Wandflächen sicherzustellen, sollten Wand-Längen einschließlich der Flächen der Werbe-/Gestaltungstafeln mit einer Lichtleiste versehen werden. Auf eine Beleuchtung der Portale mit Lichtkästen solle verzichtet werden.

Für die Wandgestaltung hat die Stadt das Büro „Heider Held Design“ aus Münster im Rahmen einer Ausschreibung mit einem Entwurf auf der Grundlage der Empfehlung des Gestaltungsbeirates beauftragt. Das Büro legte zwei Gestaltungskonzepte vor, die die Verwaltung beide für umsetzbar hält und die beide „eine hohe Qualität“ aufwiesen: die geometrischen Formen und den Wald. Im Gestaltungsbeirat hätten beide Motive Zustimmung gefunden, schreibt die Verwaltung in der Ausschussvorlage.

Nach abschließender Beratung habe sich das Gremium für die geometrischen Formen ausgesprochen, weil sich diese besser mit den flankierenden Werbetafeln verbinden ließen. Der Beirat für Stadtgestaltung begrüße die neue Gestaltung der Unterführung „als funktional wichtiges Bindeglied zwischen Fußgängerzone und Gebrüder-Kerkmann-Platz“, heißt es in der Vorlage. Er sehe in dem Entwurf der Lichtplanung eine gelungene und dem Ort gerecht werdende Aufwertung der Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität.

Die Stadtverwaltung Ahlen will das Votum der Bürger einholen, welches der beiden Motive umgesetzt werden soll. Sie hofft zudem auf eine Förderung, so dass sie nur 37 200 Euro der 186 000 Euro Gesamtkosten tragen müsste.

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