Bürgermeisterkandidaten stellen sich Landvolk vor
Bild: Wittmann
Auf dem Hof Schulze Hörsel in Ahlen stellten sich die Bürgermeisterkandidaten Ursula Woltering und Dr. Alexander Berger dem Landvolk vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ulrich Averberg und Mechthild Lentrup (v. l.).
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Denn in etlichen Dingen seien sich die beiden – ausgenommen das Thema Straßenumbenennungen – einig gewesen, meinte er. Deshalb fragte Middrup nochmals nach, welche Vorteile es denn für ihn als Landwirt hätte, ob der künftige Ahlener Bürgermeister nun Woltering oder Berger heiße.

Berger erklärte zusammenfassend, dass er sich in der Rolle des Moderators sehe und die Sanierung der Stadt voranbringen wolle. Ursula Woltering meinte zu Middrup: „Die Frage, die Sie stellen, ist super“, und gab eine bemerkenswerte Antwort dazu. Auf die Zeit nach der Bürgermeisterwahl am 13. September blickend sagte sie: „Der Rat bleibt gleich. Die Probleme der Stadt bleiben gleich. Und auch die Verwaltung. Es wird eine Person in dem ganzen Spiel ausgewechselt.“

Zu den Unterschieden zwischen ihr und Berger meinte sie, dass jeder verschiedene berufliche Hintergründe und Erfahrungen habe; sie kenne als Fachbereichsleiterin die Verwaltungsprozesse von innen und als „Landkind“ die Landwirte und deren Probleme, die diese umtreiben würden. Dr. Berger könnte dann dafür bei der Zusammenkunft mit Juristen punkten. Doch: „Wir haben uns auf einen fairen Wahlkampf verständigt – auch mit Blick auf die Familien. Wir wollen keine Scharfmacherei und keinen aufgeheizten Wahlkampf, der zu Schäden führt, die nicht notwendig sind“, erläuterte Woltering.

Um die 100 Besucher waren zu der Veranstaltung gekommen, um die Bürgermeisterkandidaten kennenzulernen und deren Haltung zu Themen wie etwa Wirtschaftswegebau, Gewässerunterhaltung und Baurecht abzufragen; das Thema Windenergie, das Ralf Storkamp (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Ahlen) in seiner Begrüßung noch angeführt hatte, blieb unbeackert. Nicht kennenlernen konnten die Landwirte an diesem Abend den dritten Bürgermeisterkandidaten Rainer Giesecke, der verhindert war.

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