Bunte Schals sind Zeichen für  Toleranz
Bild: Voss-Loermann
Zum Kreuzweg auf der Halde in Ahlen am Samstag, 28. März, ab 15 Uhr mit vielen bunten Schals laden ein (v.l.): Maria Schmelting, Inge Piskorski, Dr. Petra Gosda und Martina Jotzeit.
Bild: Voss-Loermann

„Jeder, der mitmacht, bekommt einen bunten Schal mit auf den Weg“, präsentierte die Vereinsvorsitzende Martina Jotzeit am Dienstagnachmittag die Pläne für den Tag vor dem Palmsonntag. Bunt sei auch der Regenbogen, erinnerte die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda an den Bund Gottes mit den Menschen, der von dem Himmelsphänomen überspannt worden sei.

„Wir haben in den vergangenen neun Jahren stets ein jeweils anderes Motto über unseren Haldenkreuzweg gestellt“, sagte Martina Jotzeit. In diesem Jahr heißt es „Ich habe keine anderen Hände als die Euren. . .“, ein Zitat, das zu der auf der Einladung abgebildeten Jesusdarstellung passt, denn der dort gezeigte Korpus ist ein Torso aus Holz ohne Arme, der in der Ahlener Ludgerikirche hängt.

„An zwölf Stationen gedenken wir an diesem Nachmittag des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Die fehlenden Hände sind ein Aufruf an alle, in ihrem Umfeld als Mitarbeiter Gottes zu fungieren“, heißt es in der gedruckten Einladung des Vereins. Die Hände Gottes und die der Menschen packten an zum Aufbau einer Welt, in der Vielfalt und Buntheit des Lebens, Frieden, Freiheit, freie Meinungsäußerung sowie Toleranz und Respekt für Menschen anderer Weltanschauung wichtig seien.

„Es handelt sich bei diesem Haldenkreuzweg nicht nur um eine religiöse, sondern wegen der aktuellen Ereignisse in Deutschland und der Welt auch um eine politische Äußerung“, erklärte Martina Jotzeit die Intention der Veranstalterinnen. Ihnen lägen am Herzen die Nöte der Zeit, aber auch die persönlichen Sorgen, die Raum beim Kreuzweg fänden.

Die bunten Schals werden in einer Stückzahl von 160 in den Farben Gelb, Orange, Blau, Rot und Grün zur Verfügung stehen. Sie wurden genäht von Maria Alker, Rosi Krupski, Resi Maschke und Hannelore Schöler, die schon für die Passionsspiele im vergangenen Jahr die Kostüme genäht hatten. Sollten mehr Leute kommen, als Schals da seien, werde man sich arrangieren.

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