Buntes Laub macht jede Menge Arbeit
Bild: Hübl
Wer im Glashaus sitzt, kehrt in diesem Fall das Laub zusammen. Gerd Lange an seinem Arbeitsplatz.
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„Das Laub muss weg“, erklärt er. „Wenn es nass wird, wird es rutschig.“ Mit seinem 3,5 Tonnen schweren Kehrzwerg sammelt er eineinhalb Kubikmeter Laub ein. Fünf bis sechs Mal muss er seine Fracht am Sammelplatz an der Kruppstraße abladen. Von dort wird das zusammengekehrte Laub zum Kompostwerk nach Ennigerloh transportiert.

Dort, wo die Straßenreiniger nicht hinkommen, sind die Anwohner für die Beseitigung des Laubs verantwortlich. Es muss genauso beseitigt werden wie Schnee und Eis im Winter. Doch wohin mit den bunten Blättern? „Es kann beim Wertstoffhof an der Alten Beckumer Straße abgegeben werden“, sagt Heinz Werner Teckentrup, der Gruppenleiter Stadtreinigung. „Für drei Euro Gebühr nehmen wir 500 Liter, das sind sieben Säcke, entgegen.“ Wer Kosten sparen will, der kann das Laub auf dem eigenen Grundstück kompostieren, darauf weist der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hin. Laubhaufen seien für viele Tiere wie Igel und zahlreiche Insekten eine notwendige Überwinterungshilfe.

Auf keinen Fall sollte das Laub vom Bürgersteig in den Rinnstein gefegt werden. Zum einen können die großen Kehrmaschinen verstopfen, zum anderen besteht die Gefahr, dass der Bordstein eventuell nicht zu erkennen ist und dadurch Fahrzeuge beschädigt werden könnten.

Auf Gerd Lange und seine Kollegen kommt in den nächsten Wochen eine Menge Arbeit zu. „Im Augenblick sind wir mit zwei großen und zwei kleinen Kehrmaschinen unterwegs. Wenn noch mehr Laub herunterfällt, dann setzen wir auch noch eine dritte Großmaschine ein“, erklärt Lange, bevor er wieder hinter dem Lenkrad seiner kleinen Kehrmaschine verschwindet.

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