CDU-Fraktion: Mehrheit für Rathaus-Sanierung
Die CDU-Ratsfraktion in Ahlen hat sich am Samstag im Rahmen einer Klausursitzung mehrheitlich für eine Sanierung des Rathauses ausgesprochen.

Die Fraktion habe sich am Samstag -  wie schon in den Monaten zuvor -  sehr sachlich  mit der  Rathaus-Frage auseinandergesetzt. Nach den vielen Informationsrunden und Diskussionsveranstaltungen sei die Zeit nun reif für eine Entschreibung, schreibt Kiowsky.  Er  habe  immer gesagt, dass die Optionsfrist der Arbeitsagentur genutzt werden sollte, um am 5. Dezember im Rat den entsprechenden Ratsbeschluss zu fassen.

Statt eines Unmzugs  fordere die CDU nunmehr eine Sanierungsvariante auf Grundlage des Assmann-Gutachtens zu erstellen. Eine Sanierung des jetzigen Gebäudes, die aber nicht wie vorgeschlagen, eine Kernsanierung bedeuten solle, sondern eine intelligente Lösung, deren Qualitätsstandard von der Politik und der Verwaltung zusammen definiert und in eine entsprechende Ausschreibung gegossen werden solle. Das Büro Parade könne sich selbstverständlich an dieser Ausschreibung beteiligen, dies bedeute aber nicht automatisch, dass der damalige Architekt des Rathauses auch den Zuschlag für eine Sanierung erhalten werde, so Kiowsky.  Dieses werde dann nach dem Ausschreibungsergebnis zu entscheiden sein.

Die CDU-Fraktion habe den Anspruch, dieses für Ahlen wichtige und emotionale Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Stattdessen möchte sie der anderen großen Fraktion im Rat eine Zusammenarbeit zur Lösung dieser Frage - die einen nicht zu unterschätzenden Kraftakt bedeute - anbieten. Die CDU spreche sich  nicht für die teuerste Lösungsvariante aus, sondern forciere hier vielmehr eine sogenannte - wenn man so will - fünfte Variante:  eine Sanierung, die nicht teurer sein müsse als der Umzug zur Bismarckstraße.

„Abschließend möchte ich als Fraktionsvorsitzender erklären, dass ich nach wie vor aus den zu genüge diskutierten wirtschaftlichen Gründen zu  einem Umzug in die Bismarckstraße stehe. Doch ebenso wie auch andere Befürworter innerhalb der CDU-Fraktion zur Umzugsvariante, werde ich aufgrund eines deutlichen Meinungsbildes in Fraktion und Partei meine persönliche Meinung zur Rathausfrage zurückstellen und die Interessen von Partei und Fraktion vertreten“, betont Kiowsky abschließend.

Mit viel Beifall wurde die Nachricht über die CDU-Entscheidung bei der Ahlener SPD quittiert, die am Samstagvormittag im Hof Münsterland tagte, um ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2014 aufzustellen. Fraktionschef Norbert Bing signalisierte, dass er zu einer Zusammenarbeit mit der CDU in dieser wichtigen Frage bereit sei. „Ich nehme die ausgestreckte Hand gerne an“,  sagte Bing.

Am Freitag habe er bereits ein langes Gespräch mit dem CDU-Parteivorsitzenden Peter Lehmann geführt, der um eine gemeinsame Lösung geworben habe. Einstimmig  votierten auch die SPD-Delegierten im Hof Münsterland für eine Sanierung des Rathauses. Bing kündigte einen Antrag an, in dem er fordern will, dass die Verwaltung auf Grundlage einer Vorlage aus März 2012,  in der eine Sanierung vorgeschlagen worden war, weitere Überprüfungen vornehmen solle.

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