Das Jahr 2014 bombastisch verabschieden
Bilder: Lohmann
Das Sortiment der Pyrotechnik, hier die klassischen Raketen, präsentierte Auszubildender Kevin Jackisch von Rewe Meier in Ahlen.
Bilder: Lohmann

„In der Verkaufszeit geht hier ein hoher dreistelliger Kilogramm-Wert aus dem Haus“, verwies der Einzelhändler auf die große Nachfrage nach Feuerwerkskörpern. Mit der Verkaufszeit sind die letzten drei Tage des Jahres gemeint, an denen der Vertrieb jener Sprengkörper an Privatpersonen gesetzlich gestattet ist.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen dürfen geprüfte Produkte dann in Verkaufsräumen ausgestellt werden. „Wir haben extra Feuerlöscher und Wassereimer griffbereit, und auch der Anteil der ausgestellten Ware darf nicht zu groß sein“, erläuterte der Einzelhändler. Immerhin sind auch Heuler-Batterien mit 250 Patronen und einer horizontalen Reichweite von bis zu 50 Metern im Sortiment. Auch klassische Raketen sowie Kombi-Pakete sind erhältlich.

Im Kreis von zehn Freunden will Hermann Tripp Silvester feiern. Am Dienstag kaufte er ein Paket Raketen.
Die Preisspanne reicht von rund fünf Euro bis hin zu mehr als 20 Euro für ein Paket. Im höheren Preissegment machen vor allem mehrfarbige Sprengkörper, lautstarke Explosionen oder besondere Formen den Preis aus. Die größten Abnehmer der Pyrotechnik sind Brinkmann zufolge vor allem Familienväter. Ihnen folgen Jugendliche mit ihren Eltern, die sich vor allem für Böller interessierten.

Hermann Tripp entschied sich am Dienstag für ein 13-teiliges Raketen-Sortiment. Wenngleich ein Regal weiter Produkte mit den Namen „Inferno“, „Albtraum“ oder „Space Mission“ weitaus fetzigere Knalleffekte versprachen, mahnte seine Ehefrau aus dem Hintergrund: „Das kostet 22 Euro, vergiss es!“ Im Gespräch mit dem „AT“ erklärte das Ehepaar, dass es maximal zehn Euro in den Silvesterspaß investieren wolle. Alles andere sei im wahrsten Sinne des Wortes herausgeschmissenes Geld.

Bleibt von den „bombastischen“ Silvester-Utensilien im neuen Jahr doch etwas übrig, so muss es bis Ende des Jahres verwahrt werden. Die Sprengstoffverordnung schreibt vor, dass nur an Silvester und Neujahr ohne Ausnahmegenehmigung geknallt werden darf. Dies bestätigte Peter Spahn, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Warendorf, auf „AT“-Nachfrage. Wer gegen die Auflagen verstößt, dem droht ein Verwarnungsgeld.

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