Das markante „M“ ist verschwunden
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Das markante „M“ der Ahlener Marktkauf-Filiale liegt am Montag am Boden. Gut eine Tonne bringt das Teil auf die Waage.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Fingerspitzengefühl ist am Montagnachmittag gefragt. Kranführer Lothar Jungnick (54) aus Lippetal fährt den Arm seines 50-Tonnen-Mobil-Krans bis auf 33 Meter aus und sichert mit mehreren Ketten die sechs Meter breite und bis zu sechs Meter hohe Marktkauf-Werbung, das grüne „M“. „Ich muss wegen der Scheiben besonders vorsichtig sein“, erklärt er. „Wenn die schweren Ketten dagegen schlagen, gibt es Scherben.“

Um 15.16 Uhr haben Jungnicks Kollegen im Hubwagen die letzten Muttern der Befestigungsschrauben von der Außenwerbung an der Fassade im Eingangsbereich des ehemaligen Vollsortimenters gelöst. Dann hängt die gut eine Tonne schwere Leuchttafel nur noch am Haken des Spezial-Krans und schwebt langsam nach unten. Drei Minuten später ist der ganze Spuk vorbei. Das „M“ liegt sicher auf dem Vorplatz der seit Ende des Jahres geschlossenen Marktkauf-Filiale.

Der 50-Tonnen-Mobil-Kran der Firma Franz Bracht KG aus Hamm fährt seinen Arm bis auf 33 Meter aus und sichert die eine Tonne schwere Außenwerbung der ehemaligen Marktkauf-Filiale in Ahlen. Damit ist die Ära auch optisch endgültig vorbei.
„Das war das letzte und größte Teil der Außenwerbung“, sagt Adrian Majowski (42), Geschäftsführer und Baustellenleiter der Firma Banf Shop-System aus Duisburg. Alles habe gut geklappt, sagt er und lacht: „So wie immer.“ Zuvor seien fünf weitere Werbetafeln an dem Gebäudekomplex demontiert worden.

Bereits seit zwei Wochen ist Majowski mit bis zu elf Mitarbeitern werktags vor Ort und räumt aus, was noch zu entsorgen ist. „Ob Warenregale, Kühlung oder sonstige Gegenstände: Alles kommt weg“, sagt Majowski. Marktkauf sei jetzt nur noch Geschichte.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 22. März.

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