Daumen drücken für Brasilien
Einstimmung mit Caipirinha und Nationalflagge: Inez Veit-Lucas de Sousa, hier mit Ehemann Norbert, freut sich, dass die Fußballweltmeisterschaft in ihrem Heimatland Brasilien stattfindet.

Als bekanntgegeben wurde, dass die Weltmeisterschaft in ihrem Heimatland ausgetragen wird, war die Freude bei Inez Veit-Lucas de Sousa groß. „Ich bin nicht so fußballverrückt wie andere Brasilianer, bin aber trotzdem sehr aufgeregt“, sagt sie und lacht.

Ihr deutscher Ehemann Norbert drückt den Kickern vom Zuckerhut ebenfalls die Daumen, doch sollten Neymar, Dante und Co auf Jogi Löws Truppe stoßen, ist er allein auf weiter Flur, denn auch die gemeinsamen Kinder Verena (24) und Max (21) halten zu Brasilien. Einen Besuch der Spiele hatte Inez Veit-Lucas de Sousa, die mit der Mutter des ehemaligen Borussia-Dortmund-Profis Ewerthon befreundet ist, nur kurz ins Auge gefasst. „Karten waren schwer zu bekommen“, sagt sie. „Dann schauen wir uns die Spiele lieber hier in Deutschland an.“

Dass nicht alle Brasilianer dem Großereignis im eigenen Land wohlgesonnen sind, kann sie nachvollziehen. „Viele sind unzufrieden mit den Politikern“, so Inez Veit-Lucas de Sousa. „Es werden Milliarden in die WM gesteckt. Das versteht nicht jeder. Aber wenn das erste Tor für die Brasilianer fällt, sind die Probleme vorerst vergessen.“ Sie hofft, dass viele WM-Touristen das Land für sich entdecken und wiederkommen.

An einen Sieg Brasiliens am Donnerstagabend gegen Kroatien zweifelt Inez Veit-Lucas de Sousa nicht. „Das Spiel geht 2:0 für uns aus“, sagte sie und traut ihrer Nationalmannschaft sogar den Titel zu. Als Finalgegner am 13. Juli in Rio de Janeiro wünscht sie sich Belgien, Italien oder Spanien. Ein Team will sie dort auf keinen Fall sehen: „Bloß nicht gegen Deutschland!“

SOCIAL BOOKMARKS