Der Ahlener Cheerleader-Traum
Bild: Tom Lorenz
Die Royal Diamonds aus Ahlen stecken in den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft in Florida. Am vergangenen Wochenende traten sie bei der Regionalmeisterschaft West an. Die Choreographie war der sehr ähnlich, die das Team in Orlando zeigen will.
Bild: Tom Lorenz

Qualifiziert haben sich die Ahlener Cheerleaderinnen für das Turnier bereits im Juni vergangenen Jahres (das „AT“ berichtete). Trainerin Adriana Nieddu gibt gleich Entwarnung: „Wir werden auf jeden Fall fliegen.“ Denn der Verein der Royal Diamonds, DJK Vorwärts Ahlen, ist in Vorkasse getreten, hat die Kosten vorerst übernommen. Die Sportlerinnen zahlen es nach und nach ab.

Jede Sportlerin soll mitfliegen

Insgesamt kostet der Trip gut 30 000 Euro, rund 1500 Euro pro Teilnehmerin. „Uns ist der soziale Gedanke ganz wichtig“, erklärt die Trainerin. Soll heißen: Nicht alle Sportlerinnen können den Trip selber finanzieren, trotzdem soll aber das 20-köpfige Team geschlossen anreisen. Damit das möglich wird, sammeln die Royal Diamonds auf verschiedensten Wegen Geld: beispielsweise durch Auftritte und Kuchenverkäufe. Dazu kommen Sponsorings und ein Eigenanteil der Sportlerinnen.

Insgesamt hat die Gruppe schon 22 000 Euro zusammen, die restlichen 8000 Euro sind aber noch in weiter Ferne. Um neue Spender zu finden, wagen die Cheerleader jetzt den Schritt in das Internet: Über die Seite gofundme.com können Menschen auch kleine Geldbeträge spenden.

Spezielle Bedingungen vor Ort

Wofür das Geld gebraucht wird, legt die Trainerin offen: In erster Linie selbstverständlich für die Flüge und die Unterbringung. „Wir sind in einem großen Haus, sodass wir uns selbst versorgen können“, sagt sie. Aber auch die speziellen Bedingungen vor Ort erzeugen Kosten: „Wir trainieren aktuell mit bauchfreien Uniformen. Das ist dort nicht erlaubt.“ Die Folge: Die Sportlerinnen brauchen eine komplett neue Ausstattung.

Trainieren die Royal Diamonds und organisieren die Reise in die USA: (v. l.) Adriana Nieddu und Kathrin Tiemann.
Außerdem benötigen sie für den Auftritt eine speziell lizenzierte Musik, die teuer ist. Und: „Wir wollen vor der Meisterschaft auch in den USA noch trainieren“, sagt Nieddu. Dafür müssen Hallen in der Umgebung angemietet werden. „Das wissen die Vereine dort und haben die Preise entsprechend angezogen“, berichtet sie von den Herausforderungen der Planung. Zwei Hallenstunden kosten 180 Euro, das sei bei weitem das günstigste Angebot.

Link zur Spendenaktion

Seit dem 7. Februar sind bei der Sammelspende im Internet 500 Euro zusammengekommen. Die Spendenkampagne ist unter gofundme.com/f/ahlener-cheerleadertraum zu finden. Wer direkt an die Royal Diamonds spenden möchte kann sich bei Adriana Nieddu unter w 0163/3932203 melden.

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