Dr. Dresen: Keine Angst vor der Impfung
Dierk Hartleb
Ein Mammutprogramm absolvierten die Ärztinnen und Ärzte im Elisabeth-Tombrock-Haus.
Dierk Hartleb

Aufregende und anstrengende Tage im Elisabeth-Tombrock-Haus: Am Freitag der vergangenen Woche wurden 257 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen geimpft. „Ein Mammutprogramm“, wie Einrichtungsleiterin Anne Troester in einem Pressegespräch bilanzierte. „Wir waren am Freitag erst um 22 Uhr mit dem Impfen durch.“

In die Quere kamen der Hausleitung kurzfristig einige Corona-Fälle. Bei fünf Bewohnern und vier Mitarbeitern wurde Covid-19 aufgrund des PCR-Tests festgestellt. Mit der Folge, dass in Windeseile ein Wohnbereich in eine Quarantäne-Sektion umgewandelt werden musste. Nach Reihentestungen am Dienstag, deren Ergebnisse am Donnerstag erwartet werden, wurde unter Leitung von Dr. Anja Dresen am Mittwoch weiter geimpft. Die Internistin wurde unterstützt von Dr. Maria Voss, und ihren Kollegen Dr. Michael Wülker und Dr. Elmar Holtmann.

„Ich bin den Ärztinnen und Ärzten und den Teams für ihren Einsatz außerordentlich dankbar“, unterstreicht Troester. Es habe alles reibungslos geklappt. Beim Termin am Mittwoch wurden noch einige Bewohner und 50 Mitarbeiterinnen geimpft. „Die Impfbereitschaft war enorm hoch“, lobte Dr. Dresen. Auch die Ärzte hätten von der Möglichkeit zur Impfung Gebrauch gemacht.

„Ich kann allen nur empfehlen, sich impfen zu lassen“, sagte Dr. Dresen weiter und forderte dazu auf, nicht dubiosen Verschwörungstheoretikern auf den Leim zu gehen. Der Impfstoff „Comirnaty“ sei inzwischen über eine Million Mal verabreicht worden und über schwere Nebenwirkungen sei nichts bekannt geworden. Bei den Heimbewohnern und älteren Menschen habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben. Menschen, die schon einmal einen schweren allergischen Schock hatten, sollten sich allerdings im Moment noch nicht impfen lassen und mit ihrem Hausarzt Rücksprache halten. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, leichtes Fieber und Schmerzen an der Einstichstelle seien normale Reaktionen und zeigten im Gegenteil, dass der Impfstoff anschlage.

Zugleich appellierte Dr. Dresen an die übrige Bevölkerung, nach Öffnung der Impfzentren die zugeteilten Termine wahrzunehmen. „Es lohnt sich auch, mit dem Taxi nach Ennigerloh zu fahren“, meinte sie. Dabei spiele es keine Rolle, welcher Impfstoff dann gespritzt werde. Befürchtungen, dass er in das Erbgut eingreife, seien nachweislich falsch.

von ­hat

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