Dreifache Leitungsfunktion
Christian Wolff
Polizeihauptkommissar Andreas Niehüser (2.v.r.) wurde durch Wachleiter Dieter Wienker, Landrat Dr. Olaf Gericke, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (v.l.) als neuer Leiter des Bezirksdienstes in Ahlen vorgestellt.
Christian Wolff

Im Grunde sind es gleich drei Führungsaufgaben, die sich in der Person von Andreas Niehüser vereinigen: Der Polizeihauptkommissar ist neuer Leiter des Bezirksdienstes der Wache Ahlen, steht an der Spitze des kreisweiten Zentralgewahrsams und vertritt Wachleiter Dieter Wienker bei dessen Abwesenheit. Am Dienstagnachmittag wurde der 43-Jährige offiziell vorgestellt.

„Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die eine große Bedeutung für die Stadt Ahlen hat“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Menschen, die in unser Zentralgewahrsam kommen, haben in der Regel Schwierigkeiten, mit Regeln umzugehen.“ Da sei nicht selten Fingerspitzengefühl gefragt, um letztlich andere Menschen zu schützen. Gericke nannte Vorhelm und den Ahlener Norden als Bereiche, für die Andreas Niehüser von nun an im Bezirksdienst zuständig ist.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem jetzigen Wachleiter Dieter Wienker, der Niehüsers Posten zuvor ausgeführt hatte, immer reibungslos geklappt habe. „Ich hoffe, dass es Ihnen gelingt, trotz der kontaktarmen Zeit die nötigen Verbindungen zu knüpfen“, wünschte er dem Wadersloher und schickte eines voraus: „Ahlen hat ein vielseitiges, buntes Volk.“ Darüber hinaus habe die Polizei gerade in den Ortsteilen eine hohe Akzeptanz, nicht allein durch Maßnahmen wie Schulwegsicherung, so Berger. Und dass die Sprechstunden in Vorhelm, wie Vorgänger Dieter Wienker aus eigenem Erleben feststellte, nicht gerade von Bürgern „überrannt“ werden, sei doch ein deutliches Zeichen für die Zufriedenheit der Menschen, die dort wohnen. „Wenn viele Leute kommen, gibt es auch viele Probleme“, so Wienkers Einschätzung.

Momentan bestimme bei der Polizei – wie fast überall – das Thema Corona den Alltag. Daher hofft Andreas Niehüser, dass sich die Pandemiesituation in den kommenden Monaten verbessert, damit der eine oder andere Präsenztermin hinzukommen kann, bei dem die Kontaktpflege leichter möglich ist als aktuell.

Der 43-jährige Polizeihauptkommissar ist seit gut 26 Jahren im Polizeidienst. Seine Karriere begann im Jahr 1994 im Kreis Gütersloh, wo er in Schloß Holte-Stukenbrock seine Ausbildung zum Polizeimeister begann. Anschließend ging es für ihn bis zum Sommer 2016 zur Kreispolizeibehörde Gütersloh, unterbrochen von der zweijährigen Aufstiegsausbildung gehobener Dienst an der Fachhochschule in Bielefeld zwischen 2000 und 2002.

Im Nachbarkreis agierte Niehüser lange im Streifendienst, auf der Leitstelle und als Wachdienstführer. Im Jahr 2016 hat er sich erfolgreich auf die Stelle eines Dienstgruppenleiters bei der Polizeiwache Warendorf beworben und wechselte damit in seinen Heimatkreis Warendorf. „Ich freue mich nun auf meine Arbeit in Ahlen“, sagte er. „Das ist eine ganz neue Herausforderung, aber die Stelle bietet mir die Möglichkeit, meine Führungstätigkeit, die sich weitgehend im Büro abspielt, mit dem Dienst draußen zu vereinen.“ Ständige Präsenz vor Ort helfe letztlich auch, die Zahl von Straftaten niedrig zu halten. Andreas Niehüser ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. „Ehrenamtlich engagiere ich mich im Schützen- und Sportverein“, verriet er im Pressegespräch.

von Christian Wolff

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