Ehemalige Feuerwehrschule im Dornröschenschlaf 
Bild: Kessing
Ein trostloses Bild gibt die seit Ende vergangenen Jahres leer stehende ehemalige Feuerwehrausbildungsstätte in der Ahlener Bauerschaft Brockhausen ab. Die einst grünen Bereiche sind von der Hitze verdorrt.
Bild: Kessing

Auch der auf dem Grundstück befindliche Bauerschaftsstein für Brockhausen ist kaum noch lesbar. Seit Schließung der Einrichtung Ende 2017 hat sich im und rund um die alte Volksschule nichts getan. Wenn man den Vergleich mit dem Dornröschenschloss ziehen will, dann trifft er an diesem Ort mit Sicherheit zu.

Am 17. Dezember wurde der letzte Truppführerlehrgang in Brockhausen beendet. Nach 45 Jahren wurde das Aus der Einrichtung besiegelt wegen des hohen Sanierungsstaus, für dessen Beseitigung sich keine Geldgeber fanden. Wie es weitergehen soll mit dem ehemaligen Schulgebäude? Das weiß selbst die Stadt Ahlen als Eigentümerin noch nicht.

Das Zentrale Gebäudemanagement der Verwaltung lasse gegenwärtig ein Wertgutachten für die Immobilie erstellen, teilte auf „AT“-Anfrage Stadtpressesprecher Frank Merschhaus mit. Wenn dieses vorliege, könne die Vermarktung beginnen. Die Stadt werde dazu ein Exposé erstellen. Vorstellbar wäre eine private Wohnnutzung oder die Unterbringung einer sozialen Einrichtung. Aber auch ein Jugendgästehaus mit Naturbezug schließt die Verwaltung nicht aus.

Die künftige Nutzung müsse sich im Rahmen des Baugesetzbuches bewegen. Im Klartext: Ein Neubau ist laut Merschhaus an dieser Stelle nicht möglich. Die äußere Gestalt des Gebäudes müsse im wesentlichen erhalten werden. Naturschutz und Landschaftspflege dürften nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Flächenversiegelungen oder große Verkehrsaufkommen seien unerwünscht.

Da es sich um einen Leerstand handele, sei der Pflegeaufwand reduziert worden – zugunsten anderer in Betrieb befindlicher Einrichtungen. Trotzdem habe die Stadt ein waches Auge auf das Gebäude, was Vandalismus betreffe. „Ich bin mir sicher, dass der Bauerschaftsstein wieder zu altem Glanz finden wird, sobald neues Leben dort einzieht“, meint Merschhaus abschließend.

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