Ehemaliges Gemeindezentrum wird abgerissen
Bild: Detlef Peter Jotzeit
Das marode Wohngebäude der Hundhausen-Brache, das direkt am Gebrüder-Kerkmann-Platz in Ahlen steht, wird seit Montagmorgen abgerissen.
Bild: Detlef Peter Jotzeit

Angesichts des weiterlaufenden Verkehrs sind bei den Abbrucharbeiten besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. „Wir haben eigens einen Autokran kommen lassen“, sagt Michael Kestermann (53), Baustellenleiter des Baustoffunternehmen Wolters aus Saerbeck. Der Ausleger, der im Idealfall unter besten Standortbedingungen bis zu 80 Tonnen heben könne, habe seinen Arm auf eine Höhe von 45 Metern ausgefahren und halte eine vier mal fünf Meter große Stahlplatte mit Gummimatte vor die Gebäudefront. „Die Vorrichtung dient als Schutz zur Straßenseite hin vor herabfallenden Steinen und Betonresten“, erklärt er.

Eine Stahlplatte dient als Schutz vor herabfallenden Steinen.
Für die Abbrucharbeiten seien drei Tage eingeplant, sagt Kestermann, der zusammen mit drei weiteren Kollegen den Abriss vorantreibt. Auf dem Bagger sitzt Stefan Börgers (51), der seit mehr als zehn Jahren mit Abbrucharbeiten beschäftigt ist. „Da gehört schon eine Menge Fingerspitzengefühl dazu“, sagt der Fachmann. Zumal jedes Gebäude anders sei. „Da muss man sich voll konzentrieren und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, sagt er. Der Job dürfe nicht zur Routine werden, ergänzt er. Dazu seien die Arbeiten schlichtweg zu gefährlich.

Der Gebäudekomplex direkt am Gebrüder-Kerkmann-Platz, der früher von der evangelischen Pauluskirche von der Firma Hundhausen angemietet und bis 1974 als Gemeinde-, Jugend- und Versammlungsraum genutzt wurde (das „AT“ berichtete), wird Stück für Stück dem Erdboden gleichgemacht. „Wir fangen mit einem Teil des Daches an und reißen danach die darunter liegenden Mauern ein“, erklärt der Baustellenleiter. Und so gehe es bis zum Ende des Hauses weiter. Als Nächstes stünden die Entsorgung der Tanks und der Abriss eines Teils des Verwaltungsgebäudes an, so Kestermann.

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