Ein Stelldichein der Narrenfürsten
Bild: Otto
„Ahlensia Helau“ wurde am Sonntagabend mehrfach viermal gerufen, standen mit Stadtprinz Björn I. und Vereinsprinz Lucki I. gleich zwei Narrenoberhäupter gemeinsam auf der Bühne in Ahlen.
Bild: Otto

Vor 20 Jahren Stadtprinz, vor 40 Jahren Kinderprinz und ein runder Geburtstag – das waren Gründe genug für Martin II. und Hanne I., um ein Jahr das Zepter zu schwingen.

So prächtig die Inthronisierung vor einem Jahr gewesen ist, so verabschiedete sich das Paar von seiner Gefolgschaft. Mit dem Lied „Ein starkes Band“ der ehemaligen DDR-Band „WIR“ (1970 bis 1986) untermauerte es noch einmal sein Anliegen: gemeinsam als närrische Familie dem Ahlener Karneval ein Gesicht, Freude und Zukunft zu geben. Der Zusammenhalt aller Jecken sei ungemein wichtig. Ludger Sudholt wurde anschließend mit den Insignien der närrischen Macht ausgestattet.

Als Prinz Ludger II. von Moderator Hans-Jürgen Rzadki angekündigt, bestand der neue Regent auf seinen „Künstlernamen“: Er möchte als Prinz Lucki I. angesprochen werden. Den Auftakt zur 61. Narrensause der DJK Vorwärts – zugleich die letzte Galasitzung in der Session - machte Stimmungssänger Jürgen Schröder, gerade eingeritten aus „Dodge City“ (Dolberg). Nachdem sich schließlich „Papas Sorgenkind“ vom Möhnesee durch das Programm gekalauert hatte, standen gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar auch der neue Vereinsprinz Lucki I.und Stadtprinz Björn I. auf der Bühne.

An diesem Abend blieb das Wortgefecht aus: Es gab Nettigkeiten, Orden und ein großes Dankeschön vom Stadtprinzen an die Narren für die Unterstützung beim Rathaussturm. Erstmals lag zum Mitsingen des Prinzenliedes auch der Text in gedruckter Form aus. Die Narren machten Gebrauch davon. Hübsch anzusehen an diesem Abend waren die Tanzgarden, doch den Vogel schossen die Mädels der 1. Telgter Stadtgarde mit ihrer Darbietung ab. Sie tanzten nicht nur, sondern brachten mit Ricarda Brungert, Christin Holtkamp und Laura Duesmann auch gleich drei Sängerinnen mit auf die Bühne.

Eine Steilvorlage für das folgende Sachsenduo „Remmi & Demmi“, das im Ahlener Karneval kein Unbekannter mehr ist. Die Narren hielt es nicht mehr auf den Stühlen – und „Remmi & Demmi“ weiterhin auf der Bühne. Doch irgendwann muss auch einmal Schluss sein.

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