Ein Türöffner in das soziale System
Bild: Lange
Sebastian Richter, Vorsitzender des Forums gegen Armut in Ahlen, berichtete im Jugendhilfeausschuss über den Familien- und Gesundheitstreff.
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„Denn viele bleiben an uns hängen und wissen gar nicht, welche Angebote es sonst noch gibt“, so Richter weiter. Das Forum gegen Armut betreibt den Treff in Kooperation mit der Ahlener Präventionskette. Und auf deren Möglichkeiten soll bei den Veranstaltungen hingewiesen werden. Samstags von 10 bis 12 Uhr besteht in den Vereinsräumen an der Rosenstraße die Möglichkeit zum Austausch. „Bei der Premiere war das Café proppevoll“, blickte Richter zurück und schlussfolgerte: „Der Bedarf ist da, vor allem für Familien in prekären Lebenslagen.“

Bemerkenswert sei, dass zum Treff sogar alleinstehende Senioren kämen, die Anschluss an Familien mit Kindern suchten. „Unser Ziel ist, bei der Integration in die Gesellschaft zu helfen“, stellte Richter zum wiederholten Male heraus. Man biete Unterstützung beim „Andocken an die passenden Stellen des Hilfesystems“. Dazu gehöre auch das Informieren über die Stadt an sich. „Einigen Menschen ist zum Beispiel gar nicht bekannt, dass es in Ahlen eine Stadtbücherei gibt“, so Richter.

Das Angebot des Familien- und Gesundheitstreffs sei bewusst niederschwellig angesetzt. Es fuße auf drei Säulen: einem gemeinsamen Frühstück mit Spielmöglichkeiten für Kinder und Eltern, einem Tagesthema wie zum Beispiel im Sommer Sonnenschutz, sowie der Möglichkeit, sich beraten zu lassen und sich zu informieren. Doch dabei soll es laut Richter nicht bleiben: Geplant sind etwa „Nachhilfe für jedermann“ und Aktionen in Form von Familienprojekten wie das Anlegen eines Gartens am Forum gegen Armut.

Bis Ende des Jahres ist die Finanzierung des Familien- und Gesundheitstreffs gesichert. „Wir hoffen auf weitere Unterstützung, denn wir sehen, dass wir in eine Lücke gestoßen sind“, lautete Richters Fazit.

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