Einbrecher in Untersuchungshaft
Bild: Lange
Bei der aufsehenerregenden Verfolgungsjagd in Vorhelm war am Mittwoch auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.
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Laut Polizei werden sie verdächtigt, vier Wohnungseinbrüche, vier Fahrraddiebstähle und den Diebstahl von Werkzeugen begangenen zu haben. Darüber hinaus dürfte die Entwendung eines Autos in Sendenhorst in der Nacht zu Mittwoch auf ihr Konto gehen. Bei den Einbrüchen erbeuteten sie Bargeld, ein Handy, Schmuck und einen Laptop. Letzterer wurde in einer Mülltonne an der Schiege in einem Rucksack gefunden.

Die Festnahme war auf jeden Fall das Gesprächsthema Nummer eins in Vorhelm. Ob im Lebensmittelmarkt oder in der Nähe der Tatorte, es wurde heiß diskutiert. So auch über das beherzte Handeln eines aufmerksamen Nachbarn am Kahrweg, der morgens gesehen hatte, wie die beiden Einbrecher aus einem direkt nebenan liegenden Haus kamen. Dieser habe die Männer direkt angesprochen und damit gedroht, die Polizei zu rufen, berichtete ein Vorhelmer. Daraufhin seien die beiden Kriminellen „geflitzt“.

Durch das laute Rufen sei auch der Bestohlene aufmerksam geworden. Zusammen mit dem Nachbarn habe er mit dem Pkw die Verfolgung aufgenommen. Einer der Jungen sei an der Dorffelder Straße gestellt worden. Dies bestätigte Susanne Dirkkorte-Kukuk, Pressesprecherin der Kreispolizei Warendorf: „Der 15-Jährige ist dort bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festgehalten worden.“

Geschockt zeigte sich Heinz Venker, der am Blücherweg wohnt. „Durch den Hubschrauberlärm bin ich auf den Polizeieinsatz aufmerksam geworden“, sagte er dem „AT“. Daraufhin habe er alles kontrolliert und festgestellt, dass aus einem Abstellraum an seinem Carport zwei abgeschlossene E-Bikes entwendet worden seien. Dazu sagte die Polizeisprecherin gegenüber dem „AT“: „Wir haben die Räder aufgefunden und sichergestellt.“

Auf Nachfrage bestätigte sie, dass bei dem Vorfall in Vorhelm immer wieder von einer dritten Person gesprochen worden sei. „Das muss aber erst noch genau geklärt werden“, sagte sie. Denkbar wäre das allerdings. Zumal die beiden Festgenommenen schon in der Woche zuvor in Sendenhorst mehrere Einbrüche verübt hätten. Und dort seien sie auch zu dritt unterwegs gewesen.

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