Eindrucksvoller Start für U15-Fanprojekt
Jeden Mittwoch treffen sich die Teilnehmer des Fanprojekts für Jugendliche im Wersestadion.

Auch Stadtteilbüro-Leiter Hermann Huerkamp war beeindruckt. Rund 30 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren tummelten sich, wie jeden Mittwoch ab 16 Uhr, in und vor dem eigens errichteten Clubheim unter der Südtribüne. Ein Teil von ihnen kickte draußen, andere spielten drinnen Darts oder an den beiden Kickertischen. An diesem Tag gab es jedoch eine kleine Besonderheit. Es gab nicht nur wieder für alle, die regelmäßig teilnehmen, Freikarten für das anstehende Pokalspiel von Rot-Weiß, sondern auch den Besuch von Maren Gosda, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sportvereins. Sie brachte einen Packen Originaltrikots vorbei und versprach jedem Kind ein eigenes, mit dem jeweiligen Namen bedruckt. Spontan erntete sie dafür von den jungen Fans Applaus.

Es gehe bei dem Fanprojekt nicht nur um Prävention durch Einbindung, sondern auch um die Identifikation mit Rot-Weiß. Dies tue den Jugendlichen aber auch dem Verein gut, erklärten Maren Gosda und Markus Beckmann vom Jugendamt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt im August vergangenen Jahres. Mit dem Stadtteilforum Süd/Ost als Projektträger wird das U15-Fanprojekt durch das Jugendamt, Rot-Weiß Ahlen und den Verein Jugendarbeit unterstützt. Finanziert wird es aus dem quartiersbezogenen Stadtteiletat mit einem Zuschuss des Vereins Jugendarbeit. Rot-Weiß Ahlen bringt sich als Verein ein, stellt den Raum, stellt Freikarten und Trikots sowie die Plätze zum Fußballkicken zur Verfügung. Ziel sei es, den Kindern und Jugendlichen eine Alternative zu einem Kontakt mit radikalen Fangruppierungen zu bieten.

Ein weiterer Schwerpunkt sei es, Kindern mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zu bieten, sich einer Fangruppe anzuschließen. Dadurch werde auch das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen der Lebenswelten gefördert. Zu einem weiteren wichtigen Anliegen, der Alkoholprävention, gab es bereits einen eigenen Aktionstag im Jugendzentrum Ost, der sogar bei den Eltern guten Anklang gefunden hat. Alle Beteiligten, Träger, Unterstützer, Mitarbeiter und vor allem die jugendlichen Fans, sprachen sich am Mittwochabend dafür aus, dass dieses Projekt unbedingt weiter geführt werden müsse.

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