Elefantenrunde: Kandidaten im Kreuzverhör
Bilder: Kemper
Kurzes Beschnuppern vor dem Beginn der Elefantenrunde in der Ahlener Stadthalle. Das Bild zeigt (v. l.) die drei Bürgermeisterkandidaten Ulla Woltering, Rainer Giesecke und Dr. Alexander Berger sowie den „internationalen Wahlbeobachter“ Joachim Schlendersack.
Bilder: Kemper

Schon eine Viertel Stunde vor Beginn des recht fairen und drei Stunden dauernden Schlagabtausches war der untere Saal mit 350 Gästen gefüllt. Hinzu kamen 100 Interessierte auf dem Balkon, wo als stiller Beobachter der noch amtierende Bürgermeister Benedikt Ruhmöller das Spektakel auf der Bühne mitverfolgte.

„Wir wollen Ihnen ermöglichen, sich einen Eindruck von den Kandidaten zu verschaffen“, machte Moderator Rudolf Blauth (VHS) zu Beginn deutlich, auch wenn nicht alle Themen ausdiskutiert werden könnten.

Nicht zu kurz kam der Spaß. So sorgte der „internationale Wahlbeobachter“ aus dem fiktiven Sauerlanddorf Schnöttentrop, Joachim Schlendersack (Kabarettist Martin F. Risse) dafür, dass es immer fair zuging und zwischendurch nette Anekdötchen die Fragerunden auflockerten.

450 Gäste verfolgten in der Ahlener Stadthalle die Elefantenrunde.
Daneben trugen Filmeinspielungen von Interviews in der Fußgängerzone zur Erheiterung bei. Bei den Namen des noch amtierenden Bürgermeisters sowie der Herausforderer wurden gewisse Wissenslücken deutlich. „Mein Gott, wie heißt denn das Kerlken“, rätselte ein Passant, ein anderer hatte gar keine Ahnung. Die Rede war von einem Alex und einem Rainer, die kandidieren. „Ulla Woltering – die anderen habe ich nicht so auf dem Schirm“, verriet ein anderer. Bei den vermeintlichen Unterstützern tauchte gar die SED aus der Versenkung auf.

So eingestimmt auf die „Realitäten“ kamen die beiden Ahlener Journalisten Maria Kessing und Peter Harke zu Wort. Beide bescheinigten den Kandidaten einen bisher sehr fairen Wahlkampf ohne Schlammschlachten. Angesichts des Interesses an der Talkrunde hofften sie am Sonntag auf eine gute Wahlbeteiligung.

Danach hieß es Feuer frei. Zwei Schülerinnen, Überraschungsgäste und die beiden Journalisten nahmen abwechselnd die Kandidaten ins Kreuzverhör. Es ging um Jugendthemen, den Haushalt, eine schlanke Verwaltung und mehr. Dabei mussten die Kandidaten Farbe bekennen, und sie scheuten sich nicht.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 11. September.

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